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Russische Justiz will Yukos-Tochter teilweise verkaufen

Zur Eintreibung der Steuerschulden des russischen Ölkonzerns Yukos wird die Justiz dessen wichtigsten Förderbetrieb teilweise verkaufen.

dpa-afx MOSKAU. Zur Eintreibung der Steuerschulden des russischen Ölkonzerns Yukos wird die Justiz dessen wichtigsten Förderbetrieb teilweise verkaufen. Ein Aktienpaket der sibirischen Yukos-Tochter Juganskneftegas solle über den Fonds für Staatsvermögen veräußert werden, sagte ein Vertreter des Justizministeriums am Dienstag in Moskau. Den Gesamtwert von Juganskneftegas habe die Investmentbank Dresdner Kleinwort Wasserstein auf 10,4 Mrd. Dollar (8,45 Mrd Euro) geschätzt, sagte Ministeriumssprecher Alexander Buksman nach russischen Agenturberichten.

Nach Bekanntgabe des Werts von Juganskneftegas brach das Yukos-Papier an der Moskauer RTS-Börse um knapp zehn Prozent auf 4,7 Dollar ein und zog fast alle anderen Werte mit nach unten. Ausnahme blieben mit einem klarem Plus von mehr als drei Prozent Papiere des sibirischen Ölkonzerns Surgutneftegas, der von Analysten als der aussichtsreichste Käufer von Juganskneftegas betrachtet wird. Experten in Moskau hatten mit einem Wert von Juganskneftegas zwischen 15 und 20 Mrd. Dollar gerechnet.

Der Präsident des Russischen Verbandes der Öl- und Gasproduzenten, Gennadi Schmal, sprach sich gegen eine Zerstückelung der Yukos-Tochter aus. "Juganskneftegas sollte als einheitlicher Betrieb erhalten werden, selbst wenn er aus Yukos herausgelöst werden sollte", sagte der Experte nach Angaben der Agentur Itar-Tass. Medienberichten zufolge schuldet Yukos dem Staat immer noch 3,73 Mrd. Dollar an Steuern und Strafen.

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