Russland
Syrienkrise drückt Rubel auf Vier-Jahres-Tief

Ein Eingreifen der USA und Großbritanniens in Syrien wird immer wahrscheinlicher. Das belastet den russischen Rubel. Betroffen ist auch die Moskauer Börse: Der russische Aktienindex RTS fiel um 1,5 Prozent.
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FrankfurtDie sich verschärfende Krise in Syrien mit einem möglichen Eingreifen der USA und Großbritanniens hat den russischen Rubel am Dienstag belastet. Der für die Interventionen der Zentralbank relevante Dollar-Euro-Währungskorb verteuerte sich um 0,4 Prozent auf 38,19 Rubel und kostete damit so viel wie seit Anfang September 2009 nicht mehr. Händler vermuten, dass die Zentralbank ihre täglichen Dollar-Verkäufe auf 400 Millionen Dollar verdoppelt hatte, nachdem der Preis für den Währungskorb über 38,05 Rubel gestiegen war. Seit Monatsbeginn hat die Zentralbank mehr als 4,7 Milliarden Dollar für die Stützung der eigenen Währung ausgegeben. Seit Jahresbeginn sind es rund zwölf Milliarden Dollar.

Zum Dollar legte der Rubel um 0,2 Prozent auf 33,14 zu, während er zum Euro um 0,4 Prozent auf 44,34 fiel. „Das einzige, was den Rubel vor einer größeren Schwäche bewahrt, ist die Zentralbank“, erklärte Währungsexperte Dmitry Sinitsin von der Credit Suisse. Der Kapitalabfluss aus Russland hat sich im laufenden Jahr auf 75 Milliarden Dollar von 54 Milliarden Dollar im Vorjahr beschleunigt. Wie andere Schwellenländer leidet Russland unter den Spekulationen auf einen beginnenden Ausstieg der US-Notenbank Fed aus der ultralockeren Geldpolitik. Dies hatte zuletzt viele Anleger zum Verkauf der als riskanter geltenden Währungen solcher Länder veranlasst.

Unter anderem waren vor allem asiatische Währungen - wie die indische Rupie - unter Druck geraten.

Auch an der Moskauer Börse ging es mit den Kursen bergab. Der in Dollar berechnete russische Aktienindex RTS fiel um 1,5 Prozent, während der in Rubel berechnete MICEX -Index 0,9 Prozent einbüßte. Zu den schwächsten Werten zählten zeitweise die Aktien von Uralkali mit einem Abschlag von bis 2,9 Prozent. Allerdings zogen die Titel im Verlauf ins Plus und lagen rund ein Prozent höher als am Vorabend. Der Chef von Uralkali war am Montag nach Medienberichten im Zusammenhang mit dem Ausstieg seines Unternehmens aus dem Kali-Kartell in Weißrussland festgenommen worden.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Der Gedanke ist mir auch schon gekommen, daß die gerade jetzt inzenierte Syrienkrise die Rolle der damaligen Georgienkrise 2008 spielt: ein begrenzter Konflikt mit Rußland, um das Geld von dort zurück ins "Reich" (der anglo-amerikanischen Geldbarone) zu holen, wo es gerade dringend gebraucht wird.
    Das liese zumindest hoffen, daß der Syrienkonflikt begrenzt bleibt und nicht zum totalen Flächenbrand wird.

    Ähnlich übrigens war es mit China. Damals war es der Ausbruch der Tibet-Revolution, der die Investoren schreiend aus China flüchten lies, diesmal könnte der Konflikt mit Japan um diese Inselgruppe hierfür inszeniert worden sein - zudem werden ja jetzt auch plötzlich wieder verstärkt negative Nachrichten aus China (und anderen "Schwellenländer") publiziert.

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