Sabotageakte im Irak und Gewerkschaftsstreik in Norwegen
Ölpreis-Krise wird weiter angeheizt

Von einer Entschärfung der Öl-Preis-Krise kann noch keine Rede sein. Jüngste inländische Schwierigkeiten bei Export und Produktion von Erdöl im Irak und in Norwegen bereiten vielen Sorgen. Im Irak sind die Erdölexporte aus Chor el Amaja im Süden erneut gestoppt.

HB LONDON: Durch Schwierigkeiten bei der Erdölförderung und dem -export in den Ländern Irak und Norwegen werden sich die Erdölpreise in der nahen Zukunft sicherlich noch nicht entspannen können. Ein tagelang andauernder Ölarbeiter-Streik in Norwegen verringert die Produktion im Land. Außerdem wurden am Dienstag die Ölexporte aus der südirakischen Verladestation Chor el Amaja nach Angaben von Schiffsmaklern nach einer kurzen Wiederaufnahme erneut gestoppt. Anschläge und Sabotageakte hatten schon in der vorherigen Woche für einen fünf-tägigen Produktionsstopp gesorgt.

„Es findet bis jetzt kein Verladen in Chor el Amaja statt. Sie haben begonnen, aber sie haben sofort wieder aufgehört. Es mag an der Ölleitung liegen“, sagte ein Schiffsmakler. Irak hatte am Montag die Ölexporte aus Basra im Süden des Landes im Umfang von 720 000 Barrel (1 Barrel = rund 159 Liter) täglich wieder aufgenommen. Auch Chor el Amaja liegt im Südirak. Die Exporte von dort waren wegen Beschädigungen an wichtigen Ölleitungen und Verladeterminals in Folge von Sabotageakten fast eine Woche lang unterbrochen gewesen.

Vertreter der Ölindustrie hatten gehofft, dass die Lieferungen binnen weniger Tage wieder auf das für die Stationen im Süden des Landes übliche Exportniveau von 1,8 Millionen Barrel täglich steigen würden. Die Unterbrechung der Exporte aus dem Südirak hatten den Ölpreis in der vergangenen Woche zeitweise nach oben getrieben.

Auch die nördliche Pipeline zum türkischen Mittelmeerhafen Ceyhan ist nach Anschlägen seit Beginn des Monats außer Betrieb. Die Ölexporte über die Terminals im Süden sind daher die einzige eigene Einnahmequelle des Irak. Vor den Anschlägen hatten sich die Exporte von dort auf 1,6 Millionen Barrel pro Tag belaufen

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