Sammelklage
Japanische Großbank wegen Bitcoin-Betrug angeklagt

Die Pleite der Bitcoin-Börse Mt. Gox zieht weitere Kreise. Nun droht die japanische Großbank Mizuho in dem Strudel zu geraten. Die Bank muss sich in den USA vor Gericht verantworten.
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New YorkDie Klage gegen die insolvente Bitcoin-Börse Mt. Gox ist auf die japanische Großbank Mizuho ausgeweitet worden. Dem Kreditinstitut wird vorgeworfen, den ehemaligen weltgrößten Handelsplatz für die Internet-Währung beim Betrug unterstützt zu haben, wie aus der am Freitag ergänzten Sammelklage vor einem Gericht in Chicago hervorgeht. Die Bank habe Gelder ihrer Kunden nicht vom Kapital der japanischen Bitcoin-Börse getrennt und durch ihr Verhalten die Verluste der Bitcoin-Kunden vergrößert. „Mizuho profitierte von dem Betrug“, heißt es in der Anklageschrift. Auch kanadische Bitcoin-Händler reichten gegen Mt. Gox und Mizuho eine Sammelklage ein.

Mt. Gox hatte Ende Februar das Aus verkündet. Die Börse gab an, durch einen Hackerangriff um Bitcoins und Barmittel im Wert von fast einer halben Milliarde Dollar gebracht worden zu sein. Der Fall war ein schwerer Schlag für die Internetwährung, die im vergangenen Jahr einen Siegeszug mit extremen Kurssteigerungen erlebt hatte. Die Währung ist rein virtuell und kann an speziellen Börsen in reales Geld getauscht werden. Es steht aber keine Regierung oder Zentralbank für die Cyber-Währung ein.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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