Saudis senken die Preise
Ölpreis-Verfall ist nicht zu bremsen

Der wichtige Ölproduzent Saudi-Arabien verkündete, seine Verkaufspreise für Öl weiter zu senken. Dadurch will das Königreich die Konkurrenz aus den USA verdrängen. Für den Ölpreis bedeutet das nichts Gutes.
  • 2

SingapurDie Ölpreise haben am Freitag leicht nachgegeben. Händler verwiesen auf eine erneute Preissenkung durch den wichtigen Produzenten Saudi-Arabien. Das verschärfe den Preiskampf auf dem globalen Ölmarkt.

Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am Morgen 69,28 US-Dollar und damit 36 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte WTI fiel um 30 Cent auf 66,51 Dollar.

Saudi-Arabien hatte am Donnerstag bekannt gegeben, seine Verkaufspreise für Öl zur Januar-Auslieferung sowohl an Kunden in Asien wie auch in den USA weiter zu senken. Damit will das Königreich angesichts der zunehmenden Konkurrenz durch das US-Schieferöl seine Marktanteile verteidigen.

Die Organisation erdölexportierender Länder (Opec) hatte in der vergangenen Woche trotz des etwa 40-prozentigen Preiseinbruchs der vergangenen Monate beschlossen, ihre Fördermenge unverändert zu lassen.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Saudis senken die Preise: Ölpreis-Verfall ist nicht zu bremsen"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Amerikanische Armeekreise empfehlen eine ethnische Neuordnung fast sämtlicher Staaten des Nahen und Mittleren Ostens. Territorialverluste und neue Grenzziehungen betreffen unter anderem die Türkei, Syrien, den Libanon, Saudi-Arabien, Irak, Iran und Pakistan. Durch Auflösung ganzer Staatenverbände sollen neue Völkerrechtssubjekte entstehen, die nach Stammes- und Religionszugehörigkeit gebildet werden.
    Die Ethno-Neuordnung ist in mehreren US-Karten festgehalten, die der Historiker Dr. Pierre Hillard in Frankreich veröffentlichte. Die deutsche Politik soll bei der Propagierung dieser Ideen eine große Rolle spielen.

    http://www.reutlinger-friedensgruppe.de/Neuordnung%20Naher%20Osten.htm

    Der Plan empfiehlt die Zerschlagung des bisherigen Saudi-Arabien, das die größten Territorialverluste hinnehmen muss. Begründet wird die radikale Umgestaltung mit dem politischen Zustand der saudischen Herrschaft, die nicht nur eines der weltweit wohl "bigottesten und repressivsten Regime" hervorgebracht habe - auch sei ihr "enormer Ölreichtum" gänzlich "unverdient". Um hier "wirkliche Gerechtigkeit" walten zu lassen, so das "Armed Forces Journal", müssten die Ölfelder an der südwestlichen Küste des heutigen Saudi-Arabien abgetrennt und dem Jemen übereignet werden. Aber nicht nur die saudische Ressourcenkontrolle gelte es zu schwächen, sondern auch den religiösen Einfluss, den Riad über die heiligen Stätten (Mekka und Medina) ausübt. Deswegen sollen das frühere Wirkungsgebiet des Propheten Mohammed von einem "Heiligen Islam-Staat" verwaltet werden, der zwar über ein riesiges Territorium verfügt, aber ohne kontinuierliche Zentralverwaltung ist - die Regierung übernehmen wechselnde Glaubensschulen.

    So ganz ungetrübt ist die Saudi Freundschaft mit den Amis also nicht mehr. Der seit mindestens 2006 existierende Plan findet in der US Politik immer mehr Anhänger und das Saudische Herrscherhaus muss entweder stillhalten oder einen Gegenplan entwickeln.

  • Ein scheinheiliger Beitrag.

    Die bösen Araber -die Freunde der USA-wollen die Wirtschaft der USA ruinieren ?

    Und rein zufällig bekommt der Erzfeind der USA, Russland und Venezuela richtige finanzielle Probleme.

    Es ist mir schleierhaft, warum sich die Menschen immer gegenseitig die Köpfe einschlagen müssen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%