Devisen + Rohstoffe
Scheitern des EU-Gipfels belastet Euro

dpa-afx FRANKFURT. Die politische Krise in der Europäischen Union nach dem Scheitern der Finanzverhandlungen hat den Kurs des Euro am Montag zeitweise wieder unter die Marke von 1,22 Dollar gedrückt. Im frühen Handel kostete die europäische Gemeinschaftswährung am Montag 1,2 204 Dollar und damit deutlich weniger als zu Handelsschluss am Freitag in New York. Ein Dollar war 0,8 190 Euro wert. Zwischenzeitlich war der Euro bis auf 1,2 182 Dollar gesunken. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Freitag vor der Veröffentlichung enttäuschender US-Konjunkturdaten auf 1,2 177 (Donnerstag: 1,2 115) Dollar festgesetzt.

Die Europäische Union ist durch das Scheitern der Finanzverhandlungen nach Ansicht von EU-Ratspräsident Jean-Claude Juncker in einer tiefen Krise. Bereits das Nein in Frankreich und den Niederlanden zur EU-Verfassung hatte den Euro in jüngster Zeit unter Druck gesetzt. Allerdings wird der Abwärtsdruck nach Einschätzung von Händlern durch die wieder verstärkt in den Fokus gerückten globalen Ungleichgewichte etwas abgefedert.

Nach Einschätzung des Händlers Nobuaki Kubo von der Resona Bank haben die globalen Ungleichgewichte mit den jüngsten Daten aus den USA zum Leistungsbilanzdefizit und den Netto-Kapitalzuflüssen wieder deutlich an Gewicht gewonnen.

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