Schlechte US-Konjunkturdaten lassen Preis wieder auf 400 Dollar steigen
Gold profitiert vom schwachen Dollar

Der Goldpreis bleibt im Rampenlicht. Gerade als der Sprung über die Schwelle von 450 Dollar nur noch eine Frage der Zeit schien, folgte Mitte April ein unerwartet herber Rückschlag.

KAPSTADT. Zeitweise kostete Gold nur noch 380 Dollar je Feinunze (31,1 Gramm). Erst die unerwartet schlechten US-Arbeitsmarktdaten und die damit verbundenen Verluste des Dollars gaben dem Preis neuen Schub. Gestern kostete Gold in London wieder rund 400 Dollar.

Umstritten ist unter Experten, ob nun das Schlimmste vorüber ist. Optimisten verweisen auf die instabile globale Lage und die vom hohen Ölpreis geschürte Unsicherheit an den Börsen. Sie erwarten zum Jahresende einen Preis zwischen 450 und 500 Dollar. Pessimisten führen dagegen unter anderem die hohen Goldbestände der Zentralbanken an. Zur Depotabsicherung bleibt Gold in unruhigen Zeiten sicher interessant. Doch kann die Konsolidierung des Sektors nicht darüber hinwegtäuschen, dass die weitere Entwicklung des Preises eng an den Dollarkurs gekoppelt bleibt.

Belastet hat der jüngste Preisrutsch vor allem die Aktien vieler Förderer. Je nachdem, wie viel Gold sie zu einem festen Preis im Voraus verkaufen (Hedging), litten sie mehr oder minder stark unter dem Preisrückgang. Ursache für den plötzlichen Einbruch war neben der Auflösung spekulativer Gold-Positionen insbesondere der Dollar. Er bewegt sich traditionell in entgegengesetzter Richtung zum Goldpreis, wie sich am Freitag mit den US-Arbeitsmarktdaten erneut zeigte.

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