Schuldenkrise Fifty-Fifty, dass der Euro zerbricht ...

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"Der Euro wird noch deutlich steigen"

Dem widersprechen die Experten bei HSBC und Goldman Sachs. Sie glauben, die Schuldenprobleme der USA gewinnen an Bedeutung und die Euro-Krise geht auf ihr Ende zu. Goldman sieht den Euro in einem Jahr bei 1,40 Dollar.

Aber nicht nur am Devisenmarkt wirkt die Droge von EZB-Chef Mario Draghi, sondern auch am Anleihemarkt. Kie Kosten zur Absicherung gegen Zahlungsausfälle auf Bonds westeuropäischer Länder sind auf ein 15-Monats- Tief gefallen. Das Vertrauen in den Bankensektor in der Region bessert sich. Seit dem 1. Juni haben sich Bankaktien um 33 Prozent verteuert, mehr als der Stoxx Europe 600 Index, der im gleichen Zeitraum auf Kursgewinne von 18 Prozent kommt.

Draghis Vorgänger Jean-Claude Trichet begrenzte die Käufe von Staatsanleihen der hoch verschuldeten Euroländer, während sich die fast drei Jahre andauernde Krise zuspitzte. Seit Draghi im November an die Spitze der EZB rückte, hat er das Gegenteil unternommen.
“Er hat die Spielregeln verändert”, sagt Axel Merk, Präsident und Gründer von Merk Investments LLC in Palo Alto im US-Bundesstaat Kalifornien in einem Interview am 13. September. “Draghi hat Schwerarbeit geleistet.” Der von Merk verwaltete Hartwährung-Fonds hat im vergangenen Monat 3,38 Prozent an Wert gewonnen und sich damit besser als 92 Prozent der Fonds in dieser Anlagekategorie entwickelt, zeigen Bloomberg-Daten.
Merk sagt, er sei im laufenden Jahr zunächst “sehr negativ” zum Euro eingestellt gewesen, weil der in Europa ablaufende Prozess zur Lösung der Krise seiner Meinung nach sehr dysfunktional verlaufe. Aber mittlerweile ist er auf die Käuferseite gewechselt. “Der Euro wird von hier weiter deutlich steigen, obwohl er aus dem Gröbsten noch nicht heraus ist”, sagt Merk.

Die Wahrscheinlichkeit, dass es zu einem Auseinanderbrechen der Währungsunion bis Ende 2013 kommt, ist nach Daten von Intrade.com aus Dublin von mehr als 60 Prozent Ende Juli auf mittlerweile 50 Prozent zurückgegangen. In der Vorwoche hatte Draghi Einzelheiten zu einem im August angekündigten Plan zum Kauf von Staatsanleihen aus Euroraum-Ländern, darunter Italien und Spanien, vorgestellt.

Die Geldmenge wird massiv ausgeweitet
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29 Kommentare zu "Schuldenkrise: Fifty-Fifty, dass der Euro zerbricht ..."

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  • Schade!

    In Deutschland wird die Mittelmäßigkeit und darunter unterstützt!
    Die Leistungsträger der Gesellschaft werden bestraft!

    Was ist das nur für ein System geworden......
    ...und wann gehen wir Deutschen endlich auf die Straße?



  • schreiben Sie: "Halbzeit 1-Euro-Job"!

    Kidnerkrippen udn Horte wollen finaziert und unterahlten werden. Das zahlt der ausländische Kunde des deustchen Exporteurs alles über den Produktpreis mit bei "Made in geBmOn(€)y".

  • Der Euro wird, in dieser Gemeinschaftsform, zerbrechen. Es sind nicht die erforderlichen, wirtschaftlichen Voraussetzungen vorhande. Und alle Euro-Staaten auf eine gleiche wirtschaftliche Ebene zu hieven, kann nicht auf Dauer gelingen. Die Starken werden daran zerbrechen.

    Davon bin ich fest überzeugt.
    Der Euro hat seine Halbwertzeit überschritten.

  • "Innere Kündigung" heisst noch lange nicht, dass man auch wirklich geht. Da können Sie geschätzte 25% der Arbeitnehmer fragen, die einen Hunderter mehr haben, als Hartz 4...

  • Eine stabile Währung erfordert stabile Staatsfinanzen und da sieht es bei den Mitgliedern der EURO-Zone sehr bedenklich aus. Die Strukturreformen werden, wenn sie denn überhaupt angegangen werden, zunächst keine Entlastung der Staatshaushalte bringen sondern die Schulden werden durch politisch "notwendige" Sozialprogramme weiter steigen.
    Da bleibt nur das Anleihen-Aufkauf-Programm der EZB und das wird inflationär wirken.
    Die wirkliche EURO-Rettung ist nicht in Sicht, wohl aber der liraisierte EURO !!

  • Ich wundere mich immer wieder warum sich in allen Online-Foren eine solche Übermacht von Schwarzsehern tummelt (Handelsblatt, Zeit, SPON, usw.) und ich verstehe diese ständige Weltuntergangsstimmung nicht mehr.
    Warum sollte der Euro nicht zu retten sein? Klar, es gibt offensichtlich massive Verzerrungen und Probleme und dementsprechend ist es doch auch einleuchtend daß die nicht kurzfristig zu lösen sind, schon gar nicht in einem Staatenbund wie der EU.
    Das ist ein langwieriger Prozess, aber ich persönlich bin relativ optimistisch.
    Meines Erachtens machen alle einen mehr oder weniger guten Job bislang, das gilt für Draghi und ebenso für Merkel und Schäuble.

  • @ Widerstand,
    "stark abnehmender Bereitschaft zu Strukturreformen"
    ist wie die "Selbstschuld" bei den Juden unter Adolf.
    Vergleichen Sie zuerst die Soziale Leistungen in Deutschland (ein Paradies für sozial Schmarotzer) mit denen in Portugal, Spanien, Italien oder Griechenland wo es überhaupt kein Hartz IV oder ähnliches gibt, dann dürfen Sie mitreden. Sozialdumping ist nicht die Lösung.
    Ich nehme aber an dass Sie einfach das Wort "Strukturreform" nachplappern ohne zu wissen was damit gemeint ist!
    Als Ratschlag empfehle ich Ihnen und Ihrergelichen eine andere Lektüre und auf fremde Sender umzuschalten.

  • Fräulein Merkel hätte viel früher handeln müssen, nun hat es Draghi gemacht und die Märket beruhigt. Die Krise ist noch längst nicht zu Ende. Nächster Schritt ist einen Banken Union, da blockt aber Deutschland wieder...

  • Der Artikel trifft den Nagel auf den Kopf: Die Draghi-Strategie kostet die EZB kein Geld, wahrscheinlich muß die EZB am Ende gar keine Anleihen kaufen. Während alle Versuche eines sogenannten "limitierten Eingreifens" wahnsinnig teuer und letztendlich vergeblich waren. Die Gegner des Draghi-Kurses würden Europa - und Deutschland - runinieren. Das haben diese Leute allerdings bis heute noch nicht begriffen und rennen immer wieder mit ihrem Kopf gegen die Wand, gefolgt von einer viel zu breiten Schar medialer Meinungsmnacher und populistischer Politiker. Es wird auch Zeit, einigen Vokswirtschaftlichen Fahnenträgern aus der "alten Schule" den Kopf zu waschen und klar zu machen, dass in solchen Krisen nicht das volkswirtschaftliche Formelwerk, sondern die Psychologie der entscheidende Faktor ist. Draghi hats kapiert, die Creme de la Creme der deutschen Volkswirte (und Bundesbanker) leider noch nicht!

  • Was man jetzt macht, ist, sich eine neue Generation von Sozialhilfeempfängern heranzüchten. Viele, der betroffenen Jugendlichen resignieren und ziehen sich zurück in eine eigene Welt. Die bekommt man nicht mehr so leicht wieder an den Arbeitsmarkt (ich spreche jetzt aus der Praxis). Sie versuchen es garnicht mehr und wenn sie dann in dem einen oder anderen Projekt landen sollten, na dann machen sie das, aber eigentlich ist es zu Hause bei Mami schon bequemer.

    Eine ziemlich besorgnisserregende Entwicklung, die vor allen Dingen bei männlichen Jugendlichen zu beobachten ist. Wenn man hier keine Antwort findet, dann werden die nie im Stande sein irgendetwas zu zahlen.
    Kinder zu sehr zu verwöhnen, wird in der Zwischenzeit als eine Form von Misshandlung definiert.

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