Schuldenkrise
Euro rutscht deutlich ab

Der Euro verliert am Donnerstag weiter an Wert. Die Marke von 1,20 Dollar ist nicht mehr weit. Dagegen ziehen die Renditen von spanischen und italienischen Anleihen wieder an.
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FrankfurtOhne klares Bekenntnis der US-Notenbank zu neuen Anleihekäufen hat der Euro am Donnerstag nachgegeben. Die Gemeinschaftswährung fiel zum ersten Mal seit zwei Jahren unter 1,22 Dollar, nachdem sie am Vortag zeitweise noch bis auf knapp unter 1,23 Dollar geklettert war. Ihr Pulver trocken hielt auch die japanische Notenbank (BoJ), sie beließ den Leitzins weiter im Korridor zwischen null und 0,1 Prozent. Daraufhin zog der Yen deutlich an und der Dollar fiel auf 79,24 Yen.

"Die Risikoscheu kehrt zurück an den Markt", sagte Lee Hardman, Währungsexperte bei BTMU. Die Anleger seien enttäuscht, weil die BoJ ihre Geldpolitik unverändert gelassen habe und weil die Fed kein klares Signal für baldige geldpolitische Lockerungen gegeben habe.

Vom Protokoll der Fed-Sitzung im Juni hatten sich viele Anleger klare Hinweise auf weitere Maßnahmen zur Konjunkturbelebung erhofft, sie hatten vor allem auf ein baldiges neues Anleihekaufprogramm, QE3 genannt, spekuliert. Diese Hoffnungen machte die US-Notenbank zunichte. Nur im Falle einer weiteren Eintrübung der wirtschaftlichen Lage wollten viele Mitglieder des für die Geldpolitik zuständigen Offenmarktausschusses zu diesem Mittel greifen, hieß es im Protokoll.

Kommentare zu " Schuldenkrise: Euro rutscht deutlich ab"

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  • Ist das jetzt der Gong zur letzten Runde?

  • Da drücken nur die Banker ihre Unzufriedenheit mit der Politik aus. Schließlich geht es um ihre Boni. Je meh Geld zur "Rettung" ins System gepumpt wird, umso besser geht es den Banken und den Bankern. Da kann man dann dafür schon etwas Druck machen.

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    Merkel lässt grüssen!

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