Schuldenkrise
„Für einige Länder ist der Euro eine Fessel“

Der Euro ist klar überbewertet, sagt der Bonner Ökonomieprofessor Manfred Neumann. Im Interview erklärt er, was den Währungskurs drücken könnte und warum ein Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone denkbar ist.
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FrankfurtHerr Neumann, der Euro hat über Monate fast ununterbrochen zugelegt. Jetzt geht es kräftig abwärts. Ist das die Trendwende?

Wechselkursprognosen sind immer schwierig. Es gibt keinen Grund für eine stärkere Trendwende nach unten. Allerdings ist der Euro mit Werten über 1,40 Dollar klar überbewertet.

Auf welchem Niveau wäre der Euro fair bewertet?

Das faire Niveau dürfte bei 1,30 bis 1,40 Dollar liegen.

Wie wird sich der Kurs in den kommenden Monaten entwickeln?

Ich erwarte, dass es zu einem volatilen Auf und Ab kommen wird – in Abhängigkeit von den Nachrichten über Griechenland, ein weiteres Schuldenpaket und vor allem einen Schuldenschnitt, den die Politiker scheuen wie der Teufel das Weihwasser.

Nicht nur die Euro-Staaten, auch die USA kämpfen mit hoher Verschuldung. Wer wird eher mit den Problemen fertig?

Ich kann mir gut vorstellen, dass in den USA für ein etwas höheres Inflationsniveau gesorgt werden wird, um die reale Last zu verringern. Eine Entlastung durch konsequente Verringerung der Neuverschuldung ist dort dagegen nicht zu erwarten. In Europa ist die Lage differenziert. Einige Länder – Deutschland voran – machen wirklich nennenswerte Fortschritte. Vor allem Griechenland hat es geschafft, sein Defizit eindrucksvoll zu verringern - von 15,4 auf 10,5 Prozent des BIP. Allerdings reicht das leider nicht aus.

Ist der Austritt einzelner Länder aus der Euro-Zone denkbar?

Ja, ein Austritt ist grundsätzlich vorstellbar, wenngleich diese Option bisher nicht vertraglich vorgesehen ist und von einigen Zentralbankern vehement abgelehnt wird. Man kann und darf keinen Staat davon abhalten, diese Chance für einen durchgreifenden Neubeginn zu ergreifen.

Droht die Euro-Zone auseinander zu fallen?

Es wäre eine unangebrachte Dramatisierung, ein Auseinanderfallen oder gar ein Scheitern des Euros zu erwarten. Der Euro hat sich für viele Länder bewährt. Für einige südeuropäische Länder ist er dagegen zu einer Fessel geworden. Wenn Griechenland zum eigenen Vorteil nächstens austreten sollte, wäre das kein Scheitern des Euros.

Welche Rolle wird der Euro künftig spielen?

Der Euro ist bereits die zweite Weltwährung nach dem Dollar und wird im Lauf der Zeit noch mehr zu einer ebenbürtigen Transaktions- und Anlagewährung werden. Darüber muss man sich eigentlich keine Gedanken machen.

Jörg Hackhausen
Jörg Hackhausen
Handelsblatt Online / Reporter

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  • Die europäische Währungsunion ist gescheitert, nur will es keiner der verantwortlichen EUromantikern zugeben.
    Viele Fachleute haben schon vor der Euro Einführung gewarnt.
    Der Fehler ist die Einheitswährung Euro selber!
    Eine einheitliche Währung für Volkswirtschaften mit so unterschiedlicher Produktivität, Ausrichtung, Leistungs- fähigkeit und bereitschaft ist ökonomisch gröbster Unsinn.
    Eine Währung hat die wichtige Funktion, Ungleichgewichte in den Außenbilanzen zwischen einzelnen Volkswirtschaften auszugleichen. Der Euro vernichtet dieses Basiselement. Deshalb muß die Anpassung über die Realwirtschaft, sprich Löhne und Preise, erfolgen. Die Folge sind Rezession, wegbrechen der Staatseinahmen, abhängigkeit der schwächeren Ländern von permanenten! Transferleistungen.
    Die EU Diktaturwährung TEuro, versklavt die freien Völker Europas, indem sie die einen zu Almosenempfängern degradiert und die anderen ausplündert.
    Der Euro ist ein frankensteinsches Monstrum, welches nur durch die Politik und unvorstellbare Mengen an Subventionen, siehe ESM, künstlich am Leben erhalten wird.
    Und dies alles zu Lasten des Steuerzahlers!
    Ein freies und gesundes Europa und auch Deutschland braucht keine Währungsunion!!
    Die Verletzung geltenden Rechts mit dem Bruch des Lissabon Vertrages gegen das "No Bail Out" Gesetz Art. 125 AEUV (früher Art. 103 EG) zeigt das wahre Gesicht der EU, die Recht beugt und Gesetze bricht und ändert wie es für sie gerade zweckmäßig ist.
    Über die mafiösen Strukturen innerhalb der EU die Korruption möglich machen (z. B. Ex-Ösi Bundeskanzler Wolfgang Schüssel ! und andere bereits überführte und zurückgetretene ** Verbrecher) wollen wir hier erst gar nicht reden.
    Die EU ist eine despotische, undemokratische, ja diktatorische Organisationen; ohne jegliche demokratische Legitimierung der Bürger welche von dieser zur Erreichung eigenster Interessen ausgebeutet werden. Der Rettungsschirm ist Augenwischerei, er hilft den Ländern leider nicht wie man sieht!

  • Habe mir gerade auf dem Zensierten Dumm Fernsehn M. Illner angesehen.

    Herrn Kampeter cdu, stand seine Ratlosigkeit wenn es um die Kernprobleme des Euros ging, gerade zu ins Gesicht geschrieben. Es fiel ihm sichtlich schwer, die Leute weiterhin mit Phrasen wie der Euro ist alternativlos, der Euro ist gut für die "BRD", etc. - sie wissen schon, zu belügen. Deshalb ließ er sich wohl zu der einzig wahren Aüßerung verleiten: Der Euro ist ein POLITISCHES Projekt, herbeigeführt von den charakter- und heimatlosen EUrophilen der EinheitsbreiPartei, welche anstatt für ein starkes Deutschland einzutreten, ihr Heil in der EU Diktatur suchen.

    Als dem grünen Giegold nichts mehr einfiel womit er hätte argumentieren können, wurde schnell die "Rechtspopulistenkeule" bemüht um alle Kritiker der Diktatwährung mundtot zu schlagen. Im Anschluß direkt die WelkriegII Keule aus der Ökobaumwolltragetasche herausgezogen und losgebrabelt: Die bösen Deutschen sollten mal wieder erinnern welche Schandtaten sie begangen hätten, wie gut die restliche Welt doch zu ihnen war, und daß die Deutschen doch dankbar sein sollen jetzt alles zurückzahlen zu dürfen.
    Anstatt die realen Probleme zu sehen die vom Euro ausgehen wird populistisch der deutsche Schuldkomplex bemüht!
    Ich dachte, wie krank muß so ein Hirn sein, oder wie oft wurde er im Kindergarten wohl verprügelt, daß so eine die Realitäten leugnende Persönlichkeit daraus werden kann?
    Dieser arme Ignorant kannte beim Reden weder Punkt noch Komma und ließ sich auch von der Moderatorin nicht bremsen!
    Typischer überheblicher, arroganter, realitätsfremder grüner Oberlehrer.
    Leute, wer sowas wählt, ist wirklich verantwortungslos.
    Das muß man jedem mit dem man ins Gespräch kommt klar machen, was die "Grünen" und ihr Gedankengut wirklich sind. Es gibt viele Leute welche die Grünen nur als Naturschutz und Anti Atomkraft Partei begreifen und diese deshalb wählen!

  • Ich glaube, dass da China auch noch ein Wörtchen mitzureden hat. Die Geld- und Goldreserven im Land von Mao sollten wir nicht unterschätzen. China hilf schon seit langem den USA beim Überleben. Auch Griechenland und Portugal hat es indirekt unter die Arme gegriffen. Verlassen wir uns mal nicht so sehr auf den Euro!!!

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