Schwache Nachfrage
Öl- und Metallpreise unter Druck

Die Schwäche der Konjunktur bremst die Rohstoffmärkte weiter aus. Die Nachfrage sinkt, die Preise geraten unter Druck. Aktuell notieren Rohöl und Industriemetalle deutlich unter den Vortageswerten. Ein Metall schert aus diesem Muster aus: Gold.

HB FRANKFURT. Das Fass (159 Liter) US-Leichtöl WTI verbilligte sich um zwei Prozent auf 42,79 Dollar, das Fass Nordsee-Öl der Sorte Brent kostete 44,82 Dollar und damit 1,3 Prozent weniger. Marktbeobachter werteten die am Donnerstag veröffentlichen US-Lagerdaten als deutliches Zeichen für einen sinkenden Verbrauch. Die Öl- und Benzinvorräte in der weltgrößten Volkswirtschaft stiegen zuletzt weit stärker als von Experten erwartet. "Wir halten daran fest, dass das schwache Wirtschaftswachstum wahrscheinlich einen größeren Einfluss auf die Ölnachfrage haben wird, als gegenwärtig in die Konsensus-Vorhersagen für Angebot und Nachfrage eingepreist ist", erklärte Deutsche-Bank-Analyst Adam Sieminski. Dass der Ölpreis nicht noch weiter gefallen ist, liegt nach Ansicht von Analysten daran, dass das Opec-Kartell seine kürzlich beschlossenen Förderkürzungen offenbar umsetzt. Erwartet wird, dass die tägliche Produktion der Opec-Mitglieder im Januar um 1,55 Millionen Barrel fällt.

Auch die Preise für Basismetalle gaben nach. "Der rasante Anstieg der Lagerbestände deutet auf ein deutliches Überangebot am Aluminiummarkt hin", heißt es einem Marktkommentar der Commerzbank. Eine Tonne des Metalls verbilligte sich um 1,5 Prozent auf 1 325 Dollar. Der Kupferpreis gab 0,7 Prozent auf 3 087 Dollar je Tonne nach. Die Lagerbestände in London hatten ein Fünf-Jahres-Hoch erreicht.

Wegen der hohen Volatilität an den Devisenmärkten schichteten Anleger nach Aussagen von Händlern in Gold um. Die Feinunze verteuerte sich um zwei Prozent auf 872,25 Dollar. "Viele Argumente wie die anhaltende Unsicherheit an den Finanzmärkten, die weltweit sinkende Produktion der Goldminen oder die rückläufigen Goldverkäufe der Notenbanken sprechen dafür, dass der Goldpreis sogar noch weiter steigen könnte", erklärte LBBW-Rohstoffanalyst Frank Schallenberger.

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