Schwache US-Konjunkturdaten
Euro wieder im Aufwind

Nach den kräftigen Vortagesverlusten hat sich die europäische Gemeinschaftswährung wieder stabilisiert. Der deutlicher als erwartete Rückgang der US-Einzelhandelsumsätze brachte den Dollar im Vergleich zur europäischen Gemeinschaftswährung unter Druck. Der Euro übersprang zeitweise sogar die Marke von 1,24 Dollar.

HB FRANKFURT. „Die schwachen US-Einzelhandelszahlen haben zu Dollar-Verkäufen geführt und damit den Euro gestützt“, sagte Andreas Hahner, Devisenanalyst bei Dresdner Kleinwort Wasserstein, in einer ersten Reaktion. Der Euro kostete im europäischen Handel am Nachmittag 1,2397 Dollar. Die EZB legte den Referenzwert vor Bekanntgabe von US-Konjunkturdaten mit 1,2381 (Dienstag 1,2372) Dollar fest. Im Referenzverfahren der Banken EuroFX notierte der Euro bei 1,2369 (1,2364) Dollar.

Nach Angaben des US-Handelsministerium haben höhere Energiepreise dem Einzelhandel in den USA im Juni mit einem Minus von 1,1 % auf insgesamt 331,9 Mrd. Dollar den stärksten Umsatzrückgang seit Februar 2003 beschert. Von Reuters befragte Volkswirte hatten mit einem Rückgang um lediglich 0,6 % gerechnet. Ohne Autoverkäufe fielen die Erlöse des Einzelhandels zum Vormonat um 0,2 %, während Analysten einen Anstieg um 0,2 % vorausgesagt hatten. Im Vormonat war der Gesamtumsatz um revidiert 1,4 % gestiegen.

Die Umsätze des US-Einzelhandels gelten als wichtiger Indikator für die US-Wirtschaft. Sie tragen rund ein Drittel zu den gesamten Verbraucherausgaben in den USA bei, die wiederum rund zwei Drittel der Wirtschaftsleistung ausmachen. Ein niedriger als erwartet ausgefallenes US-Handelsbilanzdefizit hatte am Dienstag die Anleger massiv zu Dollar-Käufen animiert und den Euro unter Druck gesetzt.

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