Schwacher US-Arbeitsmarkt
Euro knackt die Marke von 1,30 Dollar

Die schwachen Arbeitszahlen aus den USA haben dem Euro einen Höhenflug beschert. Die Gemeinschaftswährung knackte kurzzeitig die Marke von 1,30 Dollar. Die US-Beschäftigtenzahl war geringer angestiegen als erwartet.
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Frankfurt/MainDer Euro hat am Freitag nach enttäuschenden Konjunkturdaten aus den USA erstmals seit fast zwei Wochen wieder den Sprung über die Marke von 1,30 US-Dollar geschafft. Unerwartet schwache Arbeitsmarktdaten aus den USA hätten den Dollar belastet und der Gemeinschaftswährung im Gegenzug Auftrieb verliehen, hieß es von Händlern. Am Nachmittag stand der Euro bei 1,3003 Dollar. Zuvor hatte die Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs auf 1,2944 (Donnerstag: 1,2818) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7726 (0,7802) Euro.

Mit der Veröffentlichung der US-Arbeitsmarktdaten für März sprang der Euro zeitweise auf 1,3026 Dollar und erreichte damit den höchsten Wert seit dem 25. März. In der größten Volkswirtschaft der Welt war die Zahl der Beschäftigten im März deutlich schwächer gestiegen, als Analysten erwartet hatten.

Dagegen konnte der Rückgang der Arbeitslosenquote in den USA von 7,7 Prozent im Februar auf 7,6 Prozent im März die Kurse am Devisenmarkt kaum bewegen. Bernd Weidensteiner, USA-Experte bei der Commerzbank, sagte: „Bedenklich ist vor allem, dass sich immer mehr Arbeitslose nicht mehr arbeitssuchend melden und aus der Statistik herausfallen.“ Ein überraschend starker Anstieg der Auftragseingänge in der deutschen Industrie konnte den Kurs des Euro ebenfalls kaum bewegen.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,84910 (0,84745) britische Pfund, 124,49 (122,31) japanische Yen und 1,2158 (1,2155) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London mit 1568,00 (Vortag: 1546,50) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 37 960,00 (38 190,00) Euro.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Schwacher US-Arbeitsmarkt: Euro knackt die Marke von 1,30 Dollar"

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  • Gut erkannt. Der Devisenkurs ist von Schaeuble and Co manipuliert, seit Jahren. Irgendwann geht das nicht mehr. Dann kippt das Syndikat. Zeitgleich mit dem Crash am Euromarkt werden dann Konsorten wie Schauble in Handschellen abgefuert werden.

  • Anscheinend ist die "langsame Erholung" des US-Arbeitsmarktes schlimmer als das stetige Anwachsen der Arbeitslosenquote in der EU. Dafür wird der Dollar abgestraft. Das Gegenteil müsste eintreffen.

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