Schweizer Währung unter Druck
Hedge-Fonds wetten gegen den Franken

Der Schweizer Franken ist der neue Favorit für spekulative Investoren geworden. Sie nutzen die niedrigen Zinsen in der Schweiz, um mit billigem Geld höher verzinsliche Engagements in anderen Ländern, beispielsweise in Island, Neuseeland und der Türkei, zu finanzieren. Mit 1,75 Prozent hat die Schweiz weltweit die niedrigsten Drei-Monats-Zinsen nach Japan.

HB LONDON. Zusammen mit den Franken-Verkäufen von Zentralbanken drückt das auf die Schweizer Währung. Gegenüber den Währungen der Industrienationen hat der Schweizer Franken in diesem Jahr 1,9 Prozent an Wert verloren, zeigen Daten der Bank of England. Im Vergleich zum Dollar hat er allein in den vergangenen drei Monaten 1,8 Prozent auf derzeit rund 1,2665 Dollar verloren, ein Euro kostet aktuell 1,59 Franken.

Die Wetten von Hedge-Fonds und anderen spekulativ orientierten Investoren gegen den Franken haben den zweithöchsten Wert erreicht, seit die U.S. Commodity Futures Trading Commission im Jahr 1983 mit der Datenerhebung begann. Am 17. Oktober hielten sie Verkaufskontrakte im Wert von 6,7 Mrd. Dollar. Außerdem lasten die Franken-Verkäufe von Zentralbanken auf der Schweizer Währung. Weltweit haben die Notenbanken, ihre Franken-Reserven zwischen 2002 und Ende Juni 2006 um 41 Prozent reduziert, geht aus Daten des Internationalen Währungsfonds hervor.

Weiter unter Druck geriet der Franken, nachdem der Präsident der Schweizerischen Nationalbank, Jean-Pierre Roth, am 10. Oktober sagte, die Wirtschaft werde 2007 nur noch 1,8 Prozent wachsen, nach etwa drei Prozent in diesem Jahr.

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