Seitwärts-Tendenz
Euro vor US-Zinsentscheid kaum verändert zum Dollar

Der Euro hat vor der Zinsentscheidung der US-Notenbank (Fed) am Dienstag zum Dollar kaum verändert tendiert. Seit Beginn des Zinsanhebungszyklus im Juni wird an den Finanzmärkten mit einer zweiten Leitzinserhöhung innerhalb der vergangenen vier Jahren um 25 Basispunkte auf 1,5 Prozent gerechnet.

HB FRANKFURT. Angesichts zuletzt schwacher US-Konjunkturdaten erhoffen sich die Marktteilnehmer von den Kommentaren der Notenbanker Aufschluss über das Tempo weiterer Zinsschritte.

Der Euro notierte am Dienstagvormittag im europäischen Handel bei 1,2270 $ nach einem Schlusskurs von 1,2268 Zählern in New York. „Der Markt glaubt, wir werden heute eine Zinsanhebung von 25 Basispunkten sehen“, sagte Shahab Jalinoos, Senior-Währungsstratege bei ABN Amro. „Entscheidend wird sein, ob die Fed bei ihrem Zinsanhebungstempo etwas zurückrudert. Sollte sie das tun, dann wird das den Euro sicherlich stützen“, sagte ein Devisenhändler. Die Zinsentscheidung wird gegen 20.15 Uhr MESZ erwartet.

Auch Chef-Währungsstratege Robert Rennie von Westpac erwartet Druck auf den Dollar, sollte die US-Notenbank die Zinszügel in diesem Jahr weniger stark straffen, als bislang signalisiert. „Das Risiko (für den Dollar) besteht darin, wenn sich die Fed etwas enttäuscht über den Arbeitsmarkt äußert und das Problem steigender Ölpreise erwähnt, was auf ein Auslassen eines oder mehrerer Zinsschritte in diesem Jahr hindeuten könnte“, sagte Rennie.

Zweifel an der Dynamik der US-Wirtschaft nach enttäuschenden US-Arbeitsmarktdaten sowie Spekulationen über eine Verlangsamung der erwarteten Zinserhöhungen in den USA hatten den Dollar am Freitag zum Euro einbrechen lassen. Die meisten Experten hatten sich bislang auf eine Erhöhung des US-Leitzinses bis Jahresende auf 2,00 % eingestellt. Höhere Zinsen in den USA machen Geldanlagen in US-Dollar für Investoren attraktiver.

Die Explosionen in zwei Hotels in der türkischen Großstadt Istanbul sorgten Händlern zufolge nicht für Unruhe am Markt. Bei den Explosionen kamen zwei Menschen ums Leben. Ob es sich um einen Anschlag handelt, ist bislang noch nicht geklärt. „An den Finanzmärkten hat man sich an solche Schreckensnachrichten inzwischen gewöhnt“, sagte ein Händler.

Zum japanischen Yen tendierte die US-Währung mit 110,80 Yen nahezu unverändert. Die japanische Notenbank (BoJ) hatte am Dienstag wie am Finanzmarkt erwartet ihre Geldpolitik unverändert gelassen. Auch zum Schweizer Franken konnte sich der Dollar mit 1,2535 Franken kaum von seinem Vortagesschlussstand lösen.

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