Shell und Exxon erzielen Rekordgewinne im Quartal - Produktionsausfälle bereiten den Ölkonzernen aber Sorgen
Hundert Millionen Dollar Gewinn – täglich

Die Ölkonzerne Exxon-Mobil und Royal Dutch Shell haben über den Sommer ihre Gewinne in historische Höhen geschraubt und verdienten im abgelaufenen Quartal jeweils hundert Mill. Dollar am Tag. Shell erwirtschaftete einen Reingewinn von neun Mrd. Dollar und damit den höchsten Vierteljahres-Profit in der Konzerngeschichte.

dih/tom LONDON. Exxon setzte die Rekordmarke noch ein wenig höher und meldete gestern einen Gewinn von 9,9 Mrd. Dollar – nach Angaben der Nachrichtenagentur Bloomberg ist dies das höchste Quartalsergebnis in der Geschichte der Ölindustrie.

Die gesamte Branche profitiert von einer Reihe von Faktoren: Zum einen ist dies die vom Wirtschaftswachstum in Asien getriebene Nachfrage nach Öl, Gas und den daraus gefertigten Mineralölprodukten. Hinzu kommen die Engpässe in der gesamten Verarbeitungskette der Industrie, die vor allem die Margen im gewöhnlich stark zyklischen Raffineriegeschäft auf hohem Niveau halten. Die zusätzlichen Ausfälle von Anlagen nach den Wirbelstürmen in den USA hatten darauf noch eine verstärkende Wirkung.

Nach einer Schätzung der Analysten von Thomson Financial dürften die fünf größten Ölmultis – neben Exxon und Shell sind dies BP, Chevron-Texaco und der französische Konzern Total – in diesem Jahr zusammen einen Gewinn von knapp über 100 Mrd. Dollar erzielen – gut ein Viertel mehr als im Vorjahr.

Trotz dieses Rekord-Reigens bereitet die durch die ungewöhnlich starken Hurrikane gebremste Ölproduktion in der Branche Sorgen. Shell wurde von ihnen am härtesten getroffen: Die schwer beschädigte Bohrinsel „Mars“ wird erst in rund einem Jahr wieder Öl fördern. Die Anlage pumpt gut fünf Prozent der Gesamtleistung von Shell. Insgesamt haben die Stürme nach Angaben des Branchendienstes Energy Intelligence 40 Förder- und 18 Bohrplattformen im Golf von Mexiko beschädigt und zum Teil sogar zerstört.

Die Schäden durch die Wirbelstürme des Sommers gab Shell mit 350 Mill. Dollar an – ein im Vergleich zum Quartalsgewinn sicherlich ein geringer Wert. Doch die Produktion sank im dritten Quartal auf 3,2 Mill. Barrel (ein Barrel fasst 159 Liter) am Tag. Im Jahresdurchschnitt rechnet der Konzern mit 3,5 Mill. Barrel, und für das kommende Jahr senkte er die Prognose auf 3,5 bis 3,65 Millionen.

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