Silber
Wann kommt der Glanz zurück?

Edelmetall-Anleger sind frustriert: Der Silberpreis ist stark gefallen. Doch die Analysten sind optimistisch. Sie sagen dem Edelmetall sogar ein stärkeres Wachstum als Gold voraus – wenn die EZB mitspielt.
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FrankfurtDer Glanz ist erst einmal dahin. Silber ist nach der Euphorie vor vier Jahren nach unten gerauscht. Heute kostet die Unze wenig mehr 16 Dollar je Unze, am Top wurden für die 31 Gramm fast 50 Dollar gezahlt.

Silber ist damit dem großen Bruder Gold auf seiner Talfahrt gefolgt, nur war der Rückschlag deutlich stärker. Es fehlt derzeit einfach an Interesse. Das bestätigte die heute vom Beratungshaus GFMS Thomson Reuters und von The World Silver Institute vorgelegte Übersicht für das vergangene Jahr. „Es wird weniger Silber nachgefragt“, sagt Andrew Leyland, Mitautor der Studie.

Den Großteil der jährlichen Minenproduktion nimmt die Industrie ab, einen weiteren Teil die Schmuckhersteller. Entscheidend für den Preis ist aber das Verhalten der Anleger. Und hier gab es keine Jubelmeldungen. Investoren kauften zwar im vergangenen Jahr Münzen und Barren im Gewicht von 196 Millionen Unzen. Das ist allerdings weniger als beim Rekord des Vorjahres.

Die Analysten versprühen immerhin einen gemäßigten Optimismus. Im Schnitt sehen sie den Preis Ende des Jahres bei knapp 18 Dollar. Ob und wie stark der Preis steigen kann, hängt vom Zins- und  Inflationsausblick ab. Silber gilt wie der große Bruder Gold als Inflationsschutz und Werterhalter.

„Silber ist das Edelmetall, das bei guter Konjunktur und steigender Inflation im Preis steigt – stärker als Gold“, sagt Ronald-Peter Stöferle, Leiter der liechtensteinischen Vermögensverwaltungsfirma Incrementum. Er ist edelmetallaffin und sieht seine Hoffnungen jetzt unterstützt: „Die Inflationssorgen nehmen massiv zu, das sieht man beispielsweise an den wachsenden Käufen von inflationsgeschützten Anleihen.“

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  • Dies soll eine aktuelle Mitteilung vom 6.5.2015 sein?:

    Silbermünzen und Barren bieten als physisches Investment viel Sicherheit. Beim Kauf von Silberbarren werden jedoch 19 Prozent Mehrwertsteuer fällig. Und der für Silbermünzen derzeit noch gültige reduzierte Mehrwertsteuersatz von sieben Prozent entfällt ab 1. Januar 2014. Deswegen: Anleger, die Silbermünzen kaufen wollen, sollten dies bis zum Jahresende tun.

  • Die "Empfehlungen" auf der Grundlage von Analystengeschwätz sollten Investoren als Kontraindikator für ihre Investitionsentscheidungen dienen.

  • @erich esopherah

    Nachtrag:

    "Marble leave" . LOL.

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