Sorge vor Angebots-Engpässen
Ölpreis steigt nach Pipeline-Bränden im Irak

Nach mehreren vermutlich durch Sabotageakte ausgelöste Brände an einer für den Export wichtigen Pipeline im Irak ist der Ölpreis am Montag gestiegen. Die Lieferungen durch diese Leitungen kamen daraufhin zum Erliegen, was am Markt Sorgen vor Angbots-Engpässen aufkommen ließ.

Reuters LONDON. Der Preis der marktführenden Sorte Brent zur Lieferung im Oktober stieg in London um 31 Cent auf 29,12 Dollar je Barrel (ein Barrel = 159 Liter). Am Sonntag war die Pipeline von den Kirkuk-Ölfeldern zum türkischen Mittelmeerhafen Ceyhan zum zweiten Mal innerhalb kurzer Zeit in Brand geraten. Die Behörden machten Saboteure dafür verantwortlich. Zuvor war wenige Kilometer entfernt bereits ein Brand gelöscht worden.

Die Öl-Leitung war erstmals seit dem Sturz des irakischen Präsidenten Saddam Hussein im April am Mittwoch wieder in Betrieb genommen worden. Sie musste jedoch bereits zwei Tage später wegen eines Brandes wieder geschlossen werden, der nach Angaben der Behörden durch einen Bombenanschlag verursacht wurde. Ein Sprecher der US-Armee sagte, die Reparatur der Anlage könne zwei Wochen dauern. Die Rückkehr der irakischen Ölexporte auf das frühere Niveau hat unter anderem durch mehrere Sabotageakte Rückschläge erlitten. Das Land verfügt nach Saudi-Arabien über die zweitgrößten Ölreserven der Welt.

Auf den Ölpreis wirkten sich auch Meldungen über neue Unruhen aus Nigeria aus. Ölhändler befürchteten, dass die Öllieferungen aus dem Opec-Land Nigeria wegen der Unruhen behindert werden könnten.

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