Devisen + Rohstoffe
Sorgen um Finanzbranche belasten den Euro

Die anhaltenden Hiobsbotschaften aus der europäischen Finanzbranche haben den Euro am Montag zum Dollar deutlich an Wert verlieren lassen. Der Dollar wurde dagegen von der Nachricht gestützt, dass sich Regierung und Parlament in den USA auf das Rettungspaket für die US-Banken geeinigt haben.

HB FRANKFURT. Die europäische Einheitswährung sackte zeitweise gut drei Cent bis auf 1,4302 Dollar ab und notierte am Nachmittag bei 1,4418 Dollar. Noch schwächer als der Euro zeigte sich das britische Pfund, das unter der Verstaatlichung der Hypothekenbank Bradford & Bingley litt. Das Pfund erlitt zum Dollar den größten Tagesverlust seit 16 Jahren und fiel auf 1,8082 Dollar, zum Euro gab es auf 79,74 Pence nach.

Von der Kreditkrise erneut in Mitleidenschaft gezogen wurden auch die Währungen von Schwellenländern. Bei ihnen machte sich die gesunkene Risikolust der Anleger deutlich bemerkbar. Indische Rupie und südkoreanischer Won fielen gegenüber dem Dollar zeitweise auf den niedrigsten Stand seit fünf Jahren. "Es ist fast eine Paniksituation, weil es kaum Dollar auf dem Markt gibt, aber die Nachfrage von ausländischen Fonds stark ist", sagte V. Rajagopal, Chef-Devisenhändler der Kotak Mahindra Bank in Bombay. Der brasilianische Real büßte zum Dollar 4,5 Prozent und zum Euro knapp drei Prozent ein.

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