Soros und Paulson Börsengurus im Goldrausch

Zwei der bekanntesten Hedge-Fonds-Manager wetten offenbar auf die nächste Goldrally. Unterlagen der US-Börsenaufsicht zufolge haben George Soros und John Paulson zuletzt kräftig zugelangt bei dem Edelmetall.
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John Paulson verdiente ein Vermögen, als er 2007 auf den Zusammenbruch des US-Immobilienmarktes wettete. Quelle: Bloomberg

John Paulson verdiente ein Vermögen, als er 2007 auf den Zusammenbruch des US-Immobilienmarktes wettete.

(Foto: Bloomberg)

Die milliardenschweren Investoren George Soros und John Paulson haben ihre Anteile am weltgrößten handelbaren Goldfonds im Zuge der sinkenden Goldnotierungen zuletzt deutlich aufgestockt. Das geht aus Daten hervor, die von der Börsenaufsicht SEC veröffentlicht wurden. Vermögensverwalter mit einer Verwaltungssumme von mehr als 100 Mio. Dollar müssen ihre Beteiligungen der SEC quartalsweise offenlegen. Der Goldpreis hatte zwischen Anfang April und Ende Juni den stärksten Quartalsrückgang seit 2008 verzeichnet.

Im Quartalsvergleich mehr als verdoppelt waren die Einlagen von Soros Fund Management in den SPDR Gold Trust zum 30. Juni mit 884.400 Anteilen, wie aus dem Bericht der SEC hervor ging. Demnach stockte Paulson & Co. seine Bestände am Fonds um 26 Prozent auf 21,8 Mill. Aktien auf. Sprecher beider Gesellschaften wollten sich zu den Informationen auf Nachfrage von Bloomberg News nicht äußern.

Die anhaltenden Hoffnungen auf weitere Geldspritzen der US-Notenbank Fed (QE3) und anderer Notenbanken haben den Goldpreis im Tagesverlauf gestützt. Das Edelmetall notierte fast unverändert bei 1603,56 Dollar je Feinunze. "Meines Erachtens werden die Zentralbanken ihren Auftrag, für stabile Preise zu sorgen, zugunsten von Konjunkturhilfen hinten anstellen", sagte Analyst Bayram Dincer von LGT Capital Management. Dies bedeute, dass sie eine höhere Inflation tolerieren, was wiederum die Attraktivität von Gold als Inflationsschutz vergrößere.

Den entscheidenden Anstoß könnte Mario Draghi gegeben haben, der Chef der Europäischen Zentralbank (EZB). Der Italiener hatte vor wenigen Tagen vollmundig angekündigt, den Euro um jeden Preis retten zu wollen. Investoren in aller Welt rechnen nun damit, dass Draghi in großem Stile Anleihen der angeschlagenen südeuropäischen Staaten kaufen, also letztlich Geld drucken wird, um die Schuldenprobleme innerhalb des Währungsraumes zu lindern.

Bei genauer Betrachtung werde „ziemlich deutlich“, dass etwas Großes auf dem Weg ist, erklärte Jim O'Neill, Chairman von Goldman Sachs Asset Management, in einer Kundennotiz. Solch Worte hören Goldanleger nur allzu gerne. „Das niedrige Zinsniveau, die Nachfrage der Zentralbanken und weitere Stützungsmaßnahmen dürften einen fruchtbaren Boden für Gold-Optimisten bieten”, sagte Nick Trevethan, leitender Rohstoffstratege der ANZ Banking Group in Singapur. So wie Trevethan rechnet auch Eugen Weinberg von der Commerzbank mit einem neuen Rekordhoch - und zwar innerhalb eines Jahres.

  • Bloomberg
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11 Kommentare zu "Soros und Paulson: Börsengurus im Goldrausch"

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  • Sie verstehen glaube ich das gesamte Geschäft nicht. Abgesehen davon, ob die Leute Interesse an "Märchenstunde" oder nicht haben - Er MUSS die Daten offenlegen und Sie selbst können sich davon überzeugen, das er die jeweiligen Käufe UND Verkäufe REAL getätigt hat. Nichts mit Märchenstunde. Er ist Geschäftsmann. Wenn Sie sich einen Chart von Gold anschauen, dann werden Sie sehen das er daran sicher gut verdient hat. Wo ist also das Problem? Im Gegensatz zu ihnen kann jemand wie Soros seine Meinung über die Märkte auch mal im Takt von wenigen Monaten oder gar Wochen ändern und seine Handelspositionen drehen. Deswegen verdient der Geld und Sie nicht.

  • Lesen Sie doch wenigstens den Artikel bevor Sie wieder ihre Verschwörungssülze loslassen.

    Ab einer bestimmten Anlagesumme MUSS der Name des Investors bekannt werden. Der muss natürlich nicht im Handelsblatt genannt werden, das machen die entsprechenden Journalisten die es für eine tolle News halten. Sie selber können diese Daten ebenfalls abfragen, dort stehen dann nicht nur Soros und Johnson, sondern auch alle andere Multimillionen Dollar Anleger drin.

    Wissen Sie, Leute wie Sie drehen es immer genauso wie Sie es brauchen. Würde der Name nicht bekannt sein und große Investoren würden Milliarden bewegen ohne das bekannt ist wer dahinter steckt, dann wäre das vermutlich auch nicht in ihrem Sinne und die Bilderberger das Unglück aller. Wenn der Name aber bekannt wird, dann ist das auch nicht in ihrem Sinne weil dann ist es ja Manipulation mit Namen. Und die Bilderberger sind natürlich Schuld, das sowieso immer.

  • Stellt euch vor, Buffet, Soros und Konsorten kaufen und keinen interessierts.

    Die Herren manipulieren die Märkte mit ihrem Namen und der Veröffentlichung ihrer Investments.

  • Rechner ist nach wie vor ein Anhänger und Verteidiger des Fiat Systems. Nun gut, jedem das seine. Gold ist zwar auch nicht mein Favorit aber derzeit 1600+ Mal besser als Papier.

    Gold kann man immer verkaufen seit 5000 Jahren :). Papier? Es fällt manchmal schwer nicht laut loszulachen angesichts von Einfältigkeit und Propaganda.

    Edelmatalle sind zwar derzeit gut aber nicht füt immer. Also kein all heil Mittel.

    Ein kleiner Artikel den ich gerade gefunden habe:

    http://www.goldseiten.de/artikel/145869--Fiat-Waehrungsblase-besiegelt-das-Schicksal-des-Euro--.html

  • @Rechner,
    ich habe nichts dagegen wenn der Goldpreis um 2/3 fällt, dann habe ich wieder gute Einstiegschancen.
    Gold hat auch noch andere Vorteile, stellen Sie sich mal vor wir retten den Club Med und die werden wieder Wettbewerbsfähig dann würde es bedeuten das bei uns die Arbeitslosigkeit steigt und was gibt es später für einen Hartz IV Empfänger besseres als eine Schublade voll Goldmünzen. Das Bargeld auf dem Konto und die Lebensversicherung müssen vorerst aufgebraucht werden als wozu das Geld auf der Bank belassen.
    Das gleiche gilt übrigens auch für Zwangsanleihen, was der Staat nicht sieht kann er auch nicht besteuern. Aber Achtung immer schön bar Kaufen nicht mit Karte bezahlen oder über die Bank einkaufen.
    Und jetzt bitte keine Kommentare das der Staat das Gold verbieten kann.

  • Rechner sagt : "Wenn die c/a 100.000 Tonnen auf den Markt kämen, die zur Zeit von Spekulanten, Anlegeren und Notenbanken gehortet werden, dann wäre 100 Jahre lang den Verbrauch für Schmuck und Industrie gedeckt (Unter Berücksichtigung der jährlichen Wiedergewinnung von Schmuckgold)."

    Dazu wird es nicht kommen. Die Notenbanken haben immer Goldbestände gehalten,. China baut gerade Goldbestände auf. Also, ich glaube nicht an die Blase.

    Wie auch immer: 100 000 erscheint wie eine Menge Holz. Ja. Aber wenn man davon Teile in Schmuck verwandelt wird die Goldmasse schnell kleiner. Denn wenn man Goldschmuck einer Frau schenkt, ist das Gold unwiederbringlich verloren :-).

  • Könnte es sein das Schäuble, Draghi und Anglo-Konsorten den
    Gerichtsentscheid in Karlsruhe vorher unterlaufen wollen?
    Einfach "Fakten" schaffen! Den Kontinent mit Geldfluten!?
    Wenn wissen es schon "Alle" von Rom bis Madrid über Paris, London und New York.
    NUR IN BERLIN gibts die AHNUNGSLOSEN! WIE IMMER!!

  • Soros kauft Gold? Vor einigen Monaten hat er noch großspurig herumgetönt, dass er seine Goldbestände abgestoßen habe. Dann hat er wochenlang das Platzen der Goldblase prophezeit, um Panik unter den kleinen Goldbesitzern auszulösen; wenn die Kurse dann ins Rutschen gekommen wären, hätte er sich wieder billig eingekauft und wäre mit dem Paternoster wieder nach oben gefahren.

    Jetzt, wo er gemerkt hat, dass die Menschen kein Interesse mehr an seinen Märchenstunden haben, muss er schön teurer wieder einsteigen. Gerade an diesem Fall kann man sehen, dass diese Typen ihr Geld nicht mit Wissen und Fleiß vermehren, sondern mit ihrer schieren Marktmacht! Kein Kunststück, und deshalb geschieht es ihm recht.

    Dumm gelaufen Dschordschi!

  • Naja - wenn diese beiden Anlage-Genies unbedingt meinen, daß es einen Sinn ergibt (eine Feinunze Gold) etwas für 1600 Dollar zu kaufen daß für 800 Dollar hergestellt (gefördert) weredn kann - meinen Segen haben sie.

    Allerdings muß sich jeder der sowas macht darüber im Klaren sein, daß der Wert von Gold fast ausschließlich darin besteht, daß man es wieder verkaufen kann.

    Wenn die c/a 100.000 Tonnen auf den Markt kämen, die zur Zeit von Spekulanten, Anlegeren und Notenbanken gehortet werden, dann wäre 100 Jahre lang den Verbrauch für Schmuck und Industrie gedeckt (Unter Berücksichtigung der jährlichen Wiedergewinnung von Schmuckgold).

    +++++

    Gibt es irgendwo eine größere Blase?

    +++++

    Nach dem Ende der letzten Goldblase ist der Goldpreis vom 850 Dollar (1980) auf 250 Dollar (199) gefallen.

    Mieten, Zinsen oder Dividenden zahlt Gold auch nicht.

  • Die wissen ganz genau dass die PApierversprechen bald in Rauch aufgehen werden.

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