Spanische Regierung Euro-Zukunft entscheidet sich in Spanien

Spaniens Wirtschaftsminister erwartet, dass die kommenden Wochen zeigen werden, ob die Gemeinschaftswährung weiter Bestand hat. Zentral ist dabei der Umgang mit der Krise in Italien und Spanien selbst.
16 Kommentare
Spaniens Wirtschaftsminister Luis de Guindos während einer Regierungssitzung zur Finanzreform in Madrid. Quelle: dpa

Spaniens Wirtschaftsminister Luis de Guindos während einer Regierungssitzung zur Finanzreform in Madrid.

(Foto: dpa)

BarcelonaDie Zukunft des Euro entscheidet sich nach Ansicht der Madrider Regierung in den kommenden Wochen in Spanien und Italien. Diese beiden Länder bildeten nach den EU-Rettungsaktionen für Griechenland, Irland und Portugal die schwächsten Glieder in der Kette der Eurozone, sagte der spanische Wirtschaftsminister Luis de Guindos in Sitges bei Barcelona. „Der Kampf um den Euro wird derzeit in so bedeutenden Staaten wie Spanien und Italien ausgefochten, und dies bedeutet, dass wir besonders verantwortungsbewusst agieren müssen.“

Der Minister äußerte sich zuversichtlich, dass Spanien zu einem Musterbeispiel dafür werde, wie man eine schwere Krise überwinden könne. „Wenn wir alles richtig machen, wenn die Risikoaufschläge für die Staatsanleihen sinken und die Kapitalströme wieder normal fließen, wird dies den Weg dafür freimachen, dass es mit dem Projekt der europäischen Einigung weiter vorangeht“, sagte De Guindos nach Medienberichten vom Freitag am Vorabend auf einer Konferenz.

  • dpa
Startseite

16 Kommentare zu "Spanische Regierung: Euro-Zukunft entscheidet sich in Spanien und Italien"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Gaishirtle, 03.06.2012, 21:52 Uhr,

    ich würde diese griechischen Familienväter unbedingt befragen, ob der soziale Schutz, den ihre Gesellschaft ihnen gibt, wirklich so schlecht ist, wie Sie es darstellen. Noch viel schlechter als der, den die deutsche Gesellschaft ihren Bürgern bietet?

    Ich glaube nicht an das Märchen von Hilfen „zur Rettung der Griechen“. Der deutschen Steuerzahler soll getäuscht werden.
    Die Gelder landen bei Gläubigern der griechische Gesellschaft in aller Welt. Freilich auch bei griechischen Geldgebern. Nur nicht bei Ihren "griechischen Familienvätern".

    Wenn Griechenland nur Schulden in Euro hat, erspart es sich Wechselkosten.

  • „Der Kampf um den Euro wird derzeit in so bedeutenden Staaten wie Spanien und ..."

    So bedeutende Staaten, ..........?
    Das Schicksal ist eh schon entschieden, und ab dem 17.Juni wird es krachen - aber saftig!

  • dem kann ic h nur zustimmen

    Gerda Kräwinkel

  • Sehr geehrter Wowa,
    ihr statement ist eine unbewiesene Behauptung;
    man könnte ebensogut das Gegenteil behaupten:
    eine eigene Währung hat für die Bevölkerung des Landes Vorteile gegenüber einer Gemeinschaftswährung.
    Was richtiger oder falscher ist, hängt davon ab, in welchem Land Sie leben.

  • Ob DM oder Euro, das spielt keine wirklich große Rolle, da auch wir Deutschen bereits hoffnungslos überschuldet sind nur mit dem Unterschiede zu anderen Staaten, dass wir noch eine Bonität haben von der inzwischen auch die USA träumt.
    Wer den Euro haben will dem muss klar sein, dass wir Europäer werden müssen und die Macht nach Brüssel abgeben müssen.
    Wer sich auf das auseinander brechen der Eurozone vorbereiten möchte der muss in physische Edelmetalle investieren, Gold und Silber hatte schon immer den selben Wert, weil es nicht wie Geld einfach gedruckt werden kann.

  • "für die Bevölkerung aller beteiligten Gesellschaften nur Vorteile"

    Wenn Sie sehr schnelle Beine haben, dürfen Sie das gerne den griechischen Familienvätern sagen, deren Kinder sterben, weil für sie die Medikamente in der Apotheke unerschwinglich sind und sie von den zig Milliarden "zur Rettung der Griechen" NIX, aber auch GAR NIX sehen.

  • Eine gemeinsame Währung hat für die Bevölkerung aller beteiligten Gesellschaften nur Vorteile gegenüber einer eigenen. Das gilt auch für den Euro.

  • Eurobonds werden von Anhängern der Superreichen-Ideologie angestrebt. Angehäufte Schätze sollen gewinnbringend und sicher angelegt werden, wenn sie schon nicht als Kapital eingesetzt werden können.
    Die Frage ist, schlimmer für wen in der deutschen Gesellschaft.

  • Keine Währung wird durch Auseinandersetzungen zwischen Gläubigern und Schuldnern beschädigt. Das Geld ist nicht weg, es hat nur wer anders.

  • Zutreffend.

    Aber zu den Schuldenländern gehört auch das hochverschuldete Deutschland!

    Die Mehrheit der wählendenden Wahlberechtigten hat die gesetz- und regierungsgebende Gewalt an Politiker übertragen, die sich zu gerne für den Schutz der hauptsächlichen Gläubiger einsetzen.

Alle Kommentare lesen
Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%