Spannungen im Nahen Osten
Ölpreis setzt Höhenflug mit neuem Rekord fort

dpa-afx SINGAPUR. Der Ölpreis hat in der Nacht zum Freitag mit neuen Rekorden seinen Höhenflug fortgesetzt. Händler begründeten den Schub mit den Spannungen im Nahen Osten. Im asiatischen Handel kostete ein Barrel der US-Sorte WTI 78,08 Dollar und damit 1,38 Dollar mehr als am Vortag. In der Nacht war die Notierung in der Spitze bis auf 78,40 Dollar geklettert. Die Rekordmarke vom Donnerstag wurde damit übertroffen.

Händler halten angesichts der wachsenden geopolitischen Risiken einen Sprung über die Marke von 80 Dollar schon in naher Zukunft für nicht mehr ausgeschlossen. Israel setzte das Bombardement von Infrastruktur im Libanon unterdessen fort. Auch in Asien waren in jüngster Zeit wegen Raketentests von Nordkorea die Spannungen gewachsen.

"Der Sprung über die Marke von 80 Dollar beim Ölpreis scheint unausweichlich", sagte Analyst Victor Shum von der Energieberatungsgesellschaft Purvin and Gertz. Der Ölpreis bewege sich im Spannungsfeld einer Reihe von Krisenherden, enger Produktmärkte bei einer robusten Nachfrage.

Preis für Opec-Rohöl erreicht Rekordstand - Mehr als 70 Dollar

Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) hat mit mehr als 70 Dollar einen neuen Rekordstand erreicht. Am Donnerstag kostete ein Barrel (159 Liter) aus den Fördergebieten des Kartells 70,38 Dollar, teilte das Opec-Sekretariat am Freitag mit. Das waren 1,72 Dollar mehr als einen Tag zuvor. Die alte Rekordmarke vom vergangenen Freitag bei 68,77 Dollar wurde damit deutlich übertroffen. Der Korbpreis ist der Durchschnittspreis für elf wichtige Sorten des Kartells.

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