Spekulanten gegen Anleger
Der Griff nach dem Gold

Der Goldmarkt erlebt eine gewaltige Umwälzung. Investoren, die auf Goldpapiere gesetzt haben, verkaufen reihenweise. Die Nachfrage nach echtem Gold steigt dagegen rasant. Wer treibt die Preise? Und wer liegt richtig?
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DüsseldorfMassen schieben sich durch die engen Gassen des Zaveri Bazaar in Mumbai. Die Menschen, die hier her kommen, haben meist nur eins im Sinn: Dieser Ort ist der größte Goldmarkt der Welt; eine eigene Welt, in der sich alles nur um das Edelmetall dreht. Die Geschäfte der Juweliere liefen selten so gut wie in diesem Jahr. Seitdem der Goldpreis gefallen ist, decken sich die Inder mit Goldmünzen und Schmuck ein.

Haben die Inder nicht gehört, dass Goldman Sachs und George Soros zum Verkauf aufrufen? Vermutlich nicht, und wenn doch? Dann kümmert es sie nicht. Genauso wenig wie jene kleine Schar von Privatanlegern in den Industrieländern, die weiter unbeirrt Münzen und Barren kaufen. Die sogenannten „Goldbugs“ (zu deutsch: Goldkäfer) handeln genau gegensätzlich zu den internationalen Großinvestoren, die gerade versuchen, ihr Gold loszuwerden.

Die Frage ist nur: Wer bestimmt, wie es am Goldmarkt weitergeht? Und wer behält am Ende Recht?

„Der Goldpreis ist Spielball der großen Finanzmarkt-Akteure und nur schwer einschätzbar“, sagt André Will-Laudien von der Privatbank Donner & Reuschel. „Der Goldbesitzer kann hier nur tatenlos zuschauen und sich am gelben Glanz erfreuen.“

Der Goldpreis ist in den vergangenen Wochen abgestürzt. Innerhalb von kurzer Zeit sackte der Preis im April um fast 300 Dollar ab – von 1600 Dollar bis auf 1322 Dollar je Feinunze. Es war der größte Kursrutsch seit den Turbulenzen nach der Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers im Herbst 2008. Nachdem es zunächst so aussah, als könne sich der Markt etwas erholen, geht es inzwischen wieder abwärts. Am Donnerstag kostete eine Feinunze 1377 Dollar.

„Es ist eine ziemlich üble Zeit für Gold-Investoren, da der Preis fällt, während die Aktienkurse weiter klettern”, sagte Michael Gayed, Portfoliomanager des ATAC Inflation Rotation Fund bei Pension Partners, zu Bloomberg. Das sei „emotional ein doppelter Rückschlag“.

Kommentare zu " Spekulanten gegen Anleger: Der Griff nach dem Gold"

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  • Gold ist besser als alles Geld der Welt, Wer das noch nicht kapiert hatt dem ist nicht zu helfen.Ihr werdet alle noch sehen was mit dem Euro und anderen Währungen geschieht. Die Länder sind doch alle Bankrot oder nicht.
    Die machen doch alle mehr Schulden bzw. Ausgaben als sie einnehmen.Das Geld das die Staaten brauchen holen sie sich von der Masse. Von den Milliardären bekommen die nicht viel. Die wandern einfach aus, sehen Sie sich die Sportmillionäre doch mal an, wo die Ihren Wohnsitz haben, oder haben Sie das noch nicht mitbekommen

  • Nur Gold ist Geld! Papiergeld ist ein heute nicht mehr gedecktes, nur noch auf Vertrauen beruhendes, aus dem Nichts erstelltes Schuldgeld.
    Gold ist Freiheit. Es ist der größte Feind eines überdimensionierten Sozialstaats und wird daher von den herrschenden Eliten verteufelt weil es nicht umverteilbar ist. Es entzieht sich der Kontrolle des Staats. Es ist die alternativlose Versicherung für Vermögen. Aufgrund des desolaten Weltfinanzsystems im Endzeitmodus ist es grob fahlässig Vermögen nicht durch Halten von physischem Gold zu versichern.

  • @EZB

    Seltsam, ich meine dass Ihnen die Fakten fehlen und Sie ein Argumentationsvakuum (weniger als heiße Luft) aufweisen: Ich untermauerte meinen Standpunkt mit Hardcore-Fakten wie dem russischen Handelsbilanzüberschuss gegenüber der EU und den abgefangenen de facto wertlosen US-Treasury-Bonds an der Schweizer Grenze. Angesichts Ihrer hohlen Phrasen, wonach Russland auf die europäischen Energie- und Rohstoffabnehmer eher angewiesen wäre als umgekehrt, ist Ihre Ignoranz und Unwissenheit zu verzeihen, dass der steigende Energiebedarf in Fernost den Absatzmarkt russischer Rohstoffe bestimmen wird. Lassen Sie es bleiben. Es fehlt das Niveau.

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