Spekulation auf Lieferengpässe
Unruhen in Ägypten verteuern Rohöl

Durch die Unruhen in Ägypten steigt der Ölpreis. Da die Ausschreitungen auf andere Länder übergreifen könnten, halten es Anleger für möglich, dass die Öl-Lieferungen durch den Suezkanal unterbrochen werden könnten.
  • 2

New York/London/FrankfurtDie eskalierende Lage in Ägypten treibt die Ölpreise nach oben. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im September kostete am Donnerstag zuletzt 110,89 US-Dollar. Das waren 0,6 Prozent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI kletterte um 0,2 Prozent auf 107,05 Dollar.

Investoren am Ölmarkt fürchten ein Übergreifen der Krise in Ägypten auf andere Staaten der ölreichen Region im Nahen Osten. Ägypten selbst ist zwar kein wichtiger Ölproduzent, aber wegen des Suezkanals eine wichtige Durchgangsstation beim Transport.

Experten der Commerzbank rechnen nicht mit einer baldigen Entspannung der Lage „in diesem für die Stabilität der gesamten Region wichtigen Land“. Beeinträchtigungen des Öltransports durch den Suezkanal seien zunächst aber nicht zu befürchten, da dieser durch das Militär geschützt werde, schreibt die Commerzbank. Die Risikoprämie auf den Ölpreis dürfte jedoch weiter steigen.

Auch die ausbleibenden Öllieferungen aus Libyen sorgten Händlern zufolge für steigende Ölpreise. Es zeichne sich kein Ende der Streiks in den dortigen Exporthäfen ab. Eine Wiederaufnahme der Ausfuhren sei nicht in Sicht.

„Es ist wie ein Domino-Effekt“, sagte Carl Larry, Chef der Beratungsfirma Oil Outlooks and Opinion in Houston: „Wenn Ägypten fällt, fragt sich jeder, wer als nächstes kommt.“ Am Mittwoch war der Schiffsverkehr durch den Suezkanal nach Reuters-Informationen normal verlaufen.

Seite 1:

Unruhen in Ägypten verteuern Rohöl

Seite 2:

Gold gibt anfängliche Gewinne wieder ab

Kommentare zu " Spekulation auf Lieferengpässe: Unruhen in Ägypten verteuern Rohöl"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Typischer Bloedsinn- Es hat seit Jahren keine Lieferengpaesse gegeben trotz vieler politischer Krisensituationen. Die Trader nutzen jede Moeglichkeit den Preis zu beeinflussen- leider sind die Investoren zu daemlich das zu bemerken.

  • Wie bitte !? Welche "Supertanker" passieren denn den Suezkanal?

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%