Spekulatives Kapital fließt ab – Experten warnen gleichwohl vor Rückschlägen – Förderkapazitäten gelten als ausgereizt
Rohölpreise rutschen unter 40 Dollar

Der Ölpreis ist unter Druck geraten. Erstmals seit rund fünf Wochen kostete das europäische Nordseeöl der Marke Brent gestern wieder weniger als 40 Dollar je Barrel (159 Liter).

DÜSSELDORF. Die europäischen Energiepreise folgten damit der Entwicklung in den USA – die Londoner Rohstoffbörse International Petroleum Exchange war am Montag wegen eines Feiertags geschlossen. Bereits zum Wochenbeginn waren die Notierungen der US-Richtmarke WTI bis an die Marke von 42 Dollar gefallen. Experten zweifeln allerdings, ob der Preisrückgang von Dauer ist.

Zur Entspannung am Rohölmarkt hat eine ganze Reihe von Faktoren beigetragen. So will die Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) ihre Förderung und die Exporte in den nächsten Monaten um eine Million Barrel pro Tag ausweiten. Dies kündigte Opec-Präsident Purnomo Yusgiantoro am Montag in Jakarta an. Gestern zog Russlands Präsident Wladimir Putin nach. „Ich habe meine Kollegen darüber informiert, dass russische Unternehmen ihre Energieförderung sowie ihre Lieferungen an den Weltmarkt ausgebaut haben, immer noch ausbauen und weiter ausbauen werden“, sagte Putin in Sotschi am Schwarzen Meer nach Gesprächen mit dem französischen Präsidenten Jacques Chirac und Bundeskanzler Gerhard Schröder.

Entspannt hat sich zuletzt auch die Lage um den angeschlagenen russischen Ölkonzern Yukos sowie im Irak. Die Rohölpreise waren in den vergangenen Wochen angesichts knapper zusätzlicher Kapazitäten vor allem aus Furcht vor weiteren Lieferausfällen in der Spitze auf über 45 Dollar (Brentöl) gestiegen. Gleichzeitig steigt die Weltnachfrage nahezu kontinuierlich an.

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