Staatsreserven
Warum Gold nicht aus der Mode kommt

Die Analysten der Citigroup warnen Anleger vor möglichen Goldverkäufen klammer Regierungen. Doch selbst in der Not gehen Zentralbanken kaum an diese Reserven. Das hat durchaus gute Gründe.
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FrankfurtDie Aktienmärkte in China rasen trotz Stützungsmaßnahmen der Regierung nach unten und auch der Dax lässt die Nerven der Anleger flattern. Am heutigen Montag verlor der Leitindex zeitweise über sechs Prozent auf 9.512 Punkte. Da dürfte es so manchem Anleger sicherer erscheinen, sein Bares aus den volatilen Aktienmärkten zu ziehen und in Gold zu packen.

Keine so gute Idee, wenn es nach den Analysten der US-Großbank Citigroup geht. In einer Studie warnen sie die Anleger vor möglichen Goldverkäufen von Zentralbanken, die den Preis drücken könnten. Venezuela und andere Länder, die besonders unter dem Verfall der Rohstoffpreise leiden, könnten sich gezwungen sehen, sich von einem Teil ihrer Notreserve trennen, schreiben die Analysten. Venezuelas wichtigstes Export- und Wirtschaftsgut ist das Öl, dessen Preis am Weltmarkt verfallen ist. Das stürzt die Regierung in Finanznöte.

Venezuela hatte im September 11,6 Millionen Feinunzen Goldreserven, die beim derzeitigen Kurs von 1121 Dollar je Unze etwa 13 Milliarden Dollar wert sind. Im Vergleich zu September ist der Bestand um 200.000 Unzen gesunken.

Dennoch ist gibt es für die Anleger keinen Grund, besonders nervös zu werden. Denn selbst wenn die venezolanische Regierung sich tatsächlich zu Goldverkäufen genötigt sehen sollte, so würde sie einen großen Ausnahmefall darstellen. Die Devisenreserven des Landes bestehen bereits zu 68 Prozent aus Gold. Gold ist normalerweise die absolute Notreserve, die man als allerletztes ernsthaft angreift, wenn gar nichts anderes mehr geht. Das hat gute Gründe.

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Gold dient Regierungen als Vertrauensbeweis

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