Stabilitätsanker
Gold als Depotbeimischung geschätzt

Gerade in Zeiten der Finanzkrise erweisen sich Rohstoffe als interessante Alternative im Depot. Denn im Gegensatz zu Sparguthaben oder Staatsanleihen sind sie auch in schwierigen Zeiten wertbeständig. Ganz oben auf der Wunschliste steht bei den meisten Beratern derzeit Gold.
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NIEDERKASSEL. Die andauernde Krise an den Finanzmärkten stellt Anlageberater vor neue Herausforderungen. Wichtiger denn je ist es in den kommenden Monaten, Anlageformen zu identifizieren, die sich auch in Krisenzeiten als Stabilitätsanker erweisen und mit denen sich im derzeit schwierigen Umfeld eine positive Rendite erwirtschaften lässt.

Berater setzen auf Rohstoffe

In Beraterkreisen gelten derzeit Rohstoffe - insbesondere Edelmetalle - als erfolgversprechend. Denn Sachwerte haben sich im Gegensatz zu Sparguthaben, Staatsanleihen und Kapitallebensversicherungen in inflationären Zeiten als besonders wertbeständig erwiesen. Vor allem Gold wird von den Anlageberatern favorisiert, weil es der wohl konjunkturunabhängigste Rohstoff ist und derzeit Rückenwind durch die massive Ausweitung der Staatsverschuldung, die expansive Geldpolitik und die Turbulenzen an den Aktienmärkten erhält. Die weltweite Niedrigzinspolitik und der zunehmende Vertrauensverlust der Anleger in den US-Dollar als Weltreservewährung machen diese Asset-Klasse als Depotbeimischung zusätzlich interessant. Zur Abdeckung des Rohstoffuniversums bieten sich sowohl Exchange Traded Funds (ETFs) und Zertifikate als auch herkömmliche Aktienfonds an.

Obwohl der Aktienmarkt seit einigen Monaten starken Turbulenzen ausgesetzt ist, werden auch Aktien gegenwärtig enorme Chancen eingeräumt, da sie einen wesentlich besseren Inflationsschutz als festverzinsliche Wertpapiere bieten. Zudem gehen Analysten davon aus, dass es angesichts der Schuldensituation in den westlichen Industrieländern nicht zu entscheidenden Zinserhöhungen kommt. Als besonders lohnend gelten die Schwellenländer, wobei insbesondere China angesichts der geringen Staatsverschuldung und des enormen Wirtschaftswachstums als Favorit gilt.

Neben Rohstoffen und Aktien werden von den Anlageberatern momentan auch inflationsindexierte Anleihen als interessante Anlageklasse entdeckt. Hintergrund hierfür ist, dass der Emittent dem Anleger eine feste reale Rendite garantiert.

Renditechancen in Krisenzeiten

Bei inflationsindexierten Anleihen findet daher eine Fixierung der Zahlungsgrößen (Kupon- und Tilgungszahlung) als reale Größen statt, indem die nominalen Zahlungsgrößen während der Laufzeit der Anleihe um den Anstieg der Inflationsrate erhöht werden. Wird diese Asset-Klasse nun mit substanzstarken Assets mit Sachwertcharakter gemischt, lassen sich auch in Krisenzeiten wie diesen nach individuellen Rendite- und Risikogesichtspunkten diversifizierte und ertragreiche Portfolios generieren.

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