Stark-Rücktritt Euro konsolidiert bei 1,39 US-Dollar

Neuer Nackenschlag für den Euro. Gerüchten zufolge steht das deutsche EZB-Direktoriumsmitglied Jürgen Stark unmittelbar vor dem Rücktritt. Für Investoren ein Warnsignal. Sie flüchten aus der Gemeinschaftswährung.
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EU-Politiker feilen weiter an einer Rettung des Euros. Quelle: dpa

EU-Politiker feilen weiter an einer Rettung des Euros.

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FrankfurtDer Rücktritt von EZB-Chefvolkswirt Jürgen Stark hat den Kurs des Euros auf den tiefsten Stand seit mehr als sechs Monaten gedrückt. Nachdem sie bereits in den vergangenen Tagen kräftig nachgegeben hatte, rutschte die Gemeinschaftswährung in der Spitze bis auf 1,3697 Dollar ab.

Nach Angaben der EZB legt Stark sein Amt "aus persönlichen Gründen" nieder. Allerdings galt das deutsche Direktoriumsmitglied als Gegner der Staatsanleihenkäufe, zu der sich die Notenbank in der europäische Schuldenkrise entschieden hat.

Sorgen über die Schuldenkrise, die Warnung von EZB-Chef Jean-Claude Trichet vor einer deutlichen Konjunkturabschwächung in der Euro-Zone sowie die angekündigte Zinspause der Notenbank hatten den Euro bereits am Donnerstag belastet. Am Freitagmorgen setzte sich der Kursrutsch fort, die Gemeinschaftswährung fiel in Richtung 1,38 Dollar. Mit dem Auftreten der ersten Gerüchte um Stark beschleunigte sich die Talfahrt.

Die neu entfachte Unsicherheit in der Euro-Zone verstärkte den Run auf deutsche Bundesanleihen. Die Rendite der zehnjährigen Papiere fiel am Nachmittag auf ein Rekordtief von 1,79 Prozent, der Bund-Future stieg um fast ein Prozent auf 137,70 Punkte. Auf der anderen Seite kehrten Anleger den Staatsanleihen aus der europäischen Provinz den Rücken. Die Rendite zehnjähriger griechischer Anleihen stieg auf 18,39 Prozent, italienische Bonds gleicher Laufzeit rentierten mit 5,46 und spanische mit 5,15 Prozent.

 

  • rtr
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7 Kommentare zu "Stark-Rücktritt: EZB-Führungskrise stürzt Euro auf Halbjahrestief"

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  • Ich wünsche wir hätten die Mauer wieder und es gäbe noch die UdRSS immer noch.
    Da lief alles glatt. Es gab nur D, F, I, und die Benelux-Länder in der EU und nur der ECU als virtueller EURO, alles war so einfach.
    Die Wechselkurse wurden nach Bedarf angepasst.
    Gorbi, was hast Du uns angetan?

  • Jetzt wird bestimmt eine Frau Merkel am Montag sagen .
    Liebe Buerger . Die Eurokrise wird ein langer Prozess
    werden , der nicht leicht zu loesen ist . Dafuer muessen die Menschen in Europa verstaendis zeigen .
    Das ist der Wein fuer die Party der Spekulanten . Die Eurokrise ist das was sie daraus Machen Frau Merkel . Und das ist ein Eurotrauma . Weil dieses Zoegern immer mehr Experten auf den Tisch bringt , die eine Loesung vorbringen wollen .
    Und damit verunsichern sie die ganze Welt .
    Es ist schon Egal was Eurobonds kosten sollen .
    Wenn dieses Instrument ,die Maerkte in Einklang bringen . Sind diese ihr Geld Wert .
    Eurobonds und TripleCCC ja , wenn man bei einer Ratingagentur einen Vorschlag einreicht der nicht zu realisieren ist .
    War das nicht so zu verstehen ?

  • Wichtig ist dass der Geldtransfer über die Leistungsbilanzüberschüsse nach Deutschland (Ø14 Milliarden im Monat) aufhört. (irgendwie muss es zurück, Naturgesetz)
    Die jetzige Verträge schützen die Industrie der wirtschaftlich schwache Euroländer nicht genug.
    Diese Verträge könnten nur funktionieren wenn alle Euroländer gleich stark wären und gleiche natürliche Standortvorteile hätten. Das ist aber bei weitem nicht der Fall.
    Man kann sich das so vorstellen, eine Familie sitzt am Esstisch und jeder bedient sich so wie er kann und nach Kräften. Da würden einige sicher verhungern und andere sich fett-fressen.
    Die Verantwortliche müssten schnellst diese Missstände beseitigen und dafür sorgen dass sich die Wirtschaft in allen Euroländer konvergent einwickelt, evtl. über eine Fiskalunion?
    Eurobonds wären nur eine Zwischenlösung bis die Wirtschaftsregierung oder die Fiskalunion steht.

  • Et kütt wie et kütt! Zig-tausend Foristen habens nicht nur geahnt sondern in einfachen aber blitzgescheiten Kommentaren schon seit 2 Jahren vorhergesagt, das desaströse EURO-Dilemma. Zumindest foristisch wurde das zunehmende Chaos aus politischem Unvermögen, populistischen Dummheiten unserer EU-Führungskader und dämlicher Verdummbeutelung ganzer EU-Bürgerschaften bezüglich der inzwischen sogar jedem Befürworter klarwerdenden EURO-Lügereien erkannt, gänzlich ohne Wirtschaftsweise, Star-Ökonomen, Bankengeackere oder Medienmeinungsmache. Ersten Vorbeben mit kleiner bis mittlerer Magnitude sind längst vorbei. Der Stark-Rücktritt ist nicht nur mutig sondern stark und vielmehr noch ein klares Zeichen, daß die EZB mit einer ihr bestimmungsgemäß nicht zustehenden Vehemenz gerade das Volksvermögen der europäischen Staatengemeinschaft auf dem Opferaltar der Dekadenz unfähiger Politiker samt ihrer Lobbyisten und Interessensaugwürmer -in Form jenes Anleihenmülls ehemals geld- und machtgeiler sowie selbstgefälliger Regierungen anderer Mißwirtschaften- verbrennt, tonnenweise Luftbuchungen und milliardenschwere Lügenpakete, was besonders Deutschland als Nettozahler und Gernegeberland trifft. Solange der Verbrennungsakt genug Energie freisetzt, im Winter die Stube zu wärmen, ist´s sarkastisch zu verschmerzen, den Ofen nur mit EUROs zu heizen. Doch dabei wird und kann es nach gutbürgerlichem, also menschlichem Ermessen, nicht bleiben. Der Stark-Rücktritt kündigt eher das lange erwartete EU-Beben mit großer Magnitude an, denn der Mann sollte als Insider besser informiert sein und hat keine Veranlassung zur Show. Das Dumme am lethargischen EU-Wahnzustand ist, daß wir D-Normanen just von unserer Politesse mitten in die EURO-Falle hineinmanövrerkelt wurden; müssen nun warten, bis sie zuschnappt. Aber was dann? Hoffentlich gibt´s keine nordarfikanischen Verhältnisse, denn uns hilft keine NATO, wir sind ja NATO - vielleicht ist die Pastorentochter aber so was wie eine Münchhauserin?!

  • Und hier noch gleich etwas vom "geplanten" linientreuen Nachfolger. Überall wo unser Geld verbrannt wurde und wird, da hält er sich auf:

    http://www.youtube.com/watch?v=ht3ZFKvKkqI

  • Unsere Regierung sollte mal erklaeren wieso Eurobonds keine eine Loesung sein sollten , wenn diese doch als eine moegliche Loesung gehandelt werden . Derzeit testet der Markt die Schmerzgrenze der Deutschen Regierungspolitik .
    Glaubwuerdigkeit ist ein Problem geworden .

  • Was im Euroraum verändert werden müsste:
    wichtig wäre dass der Geldtransfer über die Leistungsbilanzüberschüsse nach Deutschland und ein paar andere Länder aufhört.
    Die jetzige Verträge schützen die Industrie der wirtschaftlich schwache Euroländer nicht genug.
    Diese Verträge könnten nur funktionieren wenn alle Euroländer gleich stark wären und gleiche natürliche Standortvorteile hätten. Das ist aber bei weitem nicht der Fall.
    Man kann sich das so vorstellen, eine Familie sitzt am Esstisch und jeder bedient sich so wie er kann und nach Kräfte. Da würden einige sicher verhungern und andere sich fett-fressen.
    Die Verantwortliche müssten schnellst diese Missstände beseitigen und dafür sorgen dass sich die Wirtschaft in allen Euroländer konvergent einwickelt.

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