Starke US-Daten
Euro gibt geringfügig nach

Der Euro hat am Mittwoch mit geringfügigen Kursabschlägen auf starke Daten zur US-Konjunktur reagiert. Zuvor hatte die Gemeinschaftswährung frühe Verluste von rund einem halben US-Cent wieder wett gemacht.

Reuters FRANKFURT. Die US-Einzelhändler setzten im Juli wie von Analysten erwartet wieder mehr um als im Vormonat.Der Einzelhandelsumsatz sei um 1,4 % gestiegen, nach einem Wachstum von 0,9 % im Juni, teilte das US-Handelsministeriums mit. Von Reuters befragte Volkswirte hatten auch für Juli mit einem Anstieg um 0,9 % gerechnet.

Die Entwicklung der Einzelhandelsumsätze gilt als ein wichtiger Indikator für die Verfassung der US-Konjunktur, zudem der private Konsum zuletzt eine maßgebliche Stütze des Wirtschaftswachstums in Übersee war. Die besser als erwarteten Zahlen sind deshalb ein positives Signal, das Marktteilnehmer auf eine weitere Belebung des US-Wachstums hoffen lässt. Dies sollte dem Dollar neuen Auftrieb geben und den Euro schwächen, sagten Devisenhändler voraus.

Am Nachmittag notierte der Euro mit 1,1251 Dollar, nachdem er sich zuvor auf ein Tageshoch von 1,1290 Dollar erholt hatte. Zum Handelsschluss am Dienstagabend in New York hatte der Euro 1,1274 Dollar gekostet.Die Europäische Zentralbank (EZB) ermittelte den Referenzkurs mit 1,1277 (Dienstag 1,1312) Dollar. Im Referenzkursverfahren EuroFX wurde der Kurs des Euro mit 1,1262 (1,1320) Dollar festgestellt.

Am Nachmittag werden in den USA weitere Konjunkturdaten veröffentlicht, auf die Marktteilnehmer mit Spannung warten. Für die Lagerbestände im Juni rechnen von Reuters befragte Volkswirte im Schnitt mit einem Abbau um 0,1 % nach einem Schrumpfen um 0,2 % im Mai. Die Bekanntgabe der Zahlen ist für 16.00 Uhr MESZ geplant.

Nach der erwarteten Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed hatte der Euro am Mittwoch zunächst weiter an Boden verloren und war bis auf ein Tagestief von 1,1221 Dollar gefallen. „Nach dem Fed-Treffen hat sich Optimismus über den Ausblick für die US-Konjunktur breit gemacht“, sagte ein Devisenanalyst. „Das hat breit angelegte Dollar-Käufe ausgelöst.“

Die Leitzinsen in den USA liegen derzeit auf dem niedrigsten Stand seit 45 Jahren und sollen nach dem Willen der Fed noch „für eine beträchtliche Zeit“ auf diesem Niveau bleiben, um der sich bisher nur langsam erholenden US-Wirtschaft weitere Impulse zu geben.In ihrer Erklärung hoben die Währungshüter hervor, ihre Hauptsorge gelte für absehbare Zeit dem Risiko eines weiteren Inflationsrückgangs. Mit Spannung werden nun die Erzeuger- und Verbraucherpreisdaten aus den USA erwartet, die am Donnerstag beziehungsweise Freitag veröffentlicht werden sollen.

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