Starker Franken
SNB weitet Strafzins-Programm aus

Die negativen Zinsen der Schweizerischen Nationalbank betreffen auch staatliche Pensionskassen. Die müssen nun Gebühren zahlen, äußern aber Verständnis. Der Franken gab nach der Ankündigung wie von der SNB erhofft nach.
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ZürichDie Schweizerische Nationalbank (SNB) weitet ihren Kampf gegen den starken Schweizer Franken aus. In Zukunft müssen auch staatsnahe Einrichtungen wie die Altersvorsorge der Verwaltungsangestellten oder die Pensionskasse der SNB selbst Strafzinsen auf Einlagen bei der Zentralbank zahlen, wie die Notenbank am Mittwoch bekannt gab. Der minimale Freibetrag betrage zehn Millionen Franken.

Die SNB hatte im Januar die Koppelung des Frankens an den Euro aufgegeben. Um den Zustrom in den Franken zu bremsen und ein weiteres Erstarken der Währung zu verhindern, führte die Notenbank negative Zinsen von 0,75 Prozent ein. Davon waren bislang vor allem Banken und private Pensionskassen betroffen.

Nach der Ankündigung der SNB, Strafzinsen auch von staatsnahen Einrichtungen zu verlangen, verlor der Franken zum Euro und Dollar an Wert. Credit-Suisse-Volkswirt Maxime Botteron erklärte, der Schritt sei wohl keine Reaktion auf den anziehenden Franken. „Das ist mehr ein inländisches Thema als ein geldpolitischer Schritt.“

Die betroffene öffentliche Pensionskasse Publica zeigte Verständnis für die Maßnahme: „Ein solcher Entscheid musste angesichts der schweizweiten Diskussion erwartet werden, weshalb sich Publica auch entsprechend vorbereitet hat.“

Ausgenommen von der neuen Regelung bleiben die Girokonten der Bundesverwaltung und der staatlichen Alters- und Invalidenversicherung. Die SNB werde die Entwicklung der Giroguthaben auf diesen Konten aber weiterhin beobachten.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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