Steigende Binnennachfrage
China verteuert Export von Industriemetallen

China beschränkt die Ausfuhren von Zinn, Magnesium, Kupfer und anderen für die Industrie wichtigen Rohstoffen. Das Land ist einer der größten Metallproduzenten weltweit, zugleich aber auch einer der größten Verbraucher.

fmk TOKIO. Die chinesische Regierung reagiert damit auf eine steigende Binnennachfrage wegen des schnellen Wirtschaftswachstums und der hohen Investitionen in der Volksrepublik, berichtete gestern die japanische Wirtschaftszeitung „Nihon Keizai“. Vertreter der japanischen Industrie äußerten bereits die Befürchtung, die Verknappung der Metalle durch China könnte die Produktionskosten für die ausländische Industrie steigern.

Das chinesische Finanzministerium hat im April die Exportzölle auf raffiniertes Kupfer und Kupferlegierungen von fünf Prozent auf zehn Prozent erhöht. China belastet nun verarbeitetes Kupfer, das bisher zollfrei war, auch mit einem Ausfuhrzoll von zehn Prozent. Für andere Metalle hatte China bislang sogar Exportanreize gesetzt. Das Finanzministerium fahre diese nun zurück, berichtet die Nikkei.

Für Aluminium beispielsweise falle die Rückerstattung von Exportzöllen weg. Die Erstattungsrate für Wolfram sank von acht Prozent auf fünf Prozent. Deutschland ist nach China der zweitgrößte Exporteur von Wolfram nach Japan.

Der chinesische Vorstoß hat bereits Auswirkungen auf die Rohstoffmärkte. In Japan stiegen die Preise für Magnesiumlieferungen der Monate April bis Juni im Schnitt um fünf Prozent. Magnesium wird zur Herstellung von Heimelektronik wie Handys und PCs benötigt.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%