Stillstand am Devisenmarkt
US-Jobreport im Fokus

Vor der Veröffentlichung des US-Arbeitsmarktberichts für August am Nachmittag rechnen Experten mit wenig Bewegung am Devisenmarkt. Der Chinesische Yuan ist erstmals unter meistgehandelten Währungen.
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Frankfurt/ HongkongAnalysten rechnen vor der Veröffentlichung des US-Arbeitsmarktberichts nicht mit größeren Bewegungen am Devisenmarkt. Am Freitagmorgen notierte der Euro mit 1,3131 Dollar etwas fester als im Schlussgeschäft des Vortages mit 1,3119 Dollar. Am Vortag war der Kurs mit der Aussicht auf weiterhin historisch niedrige Zinsen im Währungsraum noch etwa ein Cent abgerutscht.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs gegen Mittag auf 1,3202 (Mittwoch: 1,3171) Dollar festgesetzt. Zur japanischen Landeswährung lag der Dollar nahezu unverändert bei 99,75 Yen.

Anleger erhoffen sich von den US-Arbeitsmarktzahlen neue Hinweise über das weitere geldpolitische Vorgehen der US-Notenbank Fed. Arbeitsmarktdaten stehen besonders im Fokus der Währungshüter in den USA. Von der Situation am Arbeitsmarkt hängt ab, ob die Fed die Anleihekäufe ab dem Herbst auslaufen lässt und bis Mitte 2014 einstellen wird. Der Offenmarktausschuss der US-Notenbank trifft sich Mitte diesen Monats zu seiner Zinssitzung.

„Sollten die Zahlen heute nicht außerordentlich schlecht ausfallen, dürfte die Fed mit der Reduzierung ihrer Anleihenkäufe beginnen“, ist Shin Kadota, Stratege bei Barclays, überzeugt. Analysten rechnen im August im Schnitt in den USA mit der Schaffung von 180.000 Stellen außerhalb der Landwirtschaft nach 162.000 im Vormonat.

Für den Dollar würde die Straffung der ultralockeren Geldpolitik weiteren Aufwind bedeuten. Der Euro war am Donnerstag auf ein Sieben-Wochen-Tief von 1,3110 Dollar gefallen. Zur japanischen Landeswährung stieg der Dollar zuletzt auf ein Sechs-Wochen-Hoch von 100,24 Yen.

Der chinesische Yuan gehört erstmals zu den zehn am meisten gehandelten Währungen der Welt. Grund ist die große Zunahme im Handel mit der Währung auf Devisenmärkten, wie die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich in einem am Donnerstag veröffentlichten Bericht mitteilte.

Die Handelsumsätze mit Yuan stiegen demnach 2013 im Durchschnitt auf 120 Milliarden Dollar (91 Milliarden Euro) pro Tag, im Vergleich zu 34 Milliarden (25,8 Milliarden Euro) bei der letzten Erhebung vor drei Jahren.

Der Aufstieg des Yuan unterstreicht die zunehmende Bedeutung der chinesischen Volkswirtschaft, der zweitgrößten der Welt. Die Führung in Peking will ihre noch nicht vollständig konvertierbare Währung auch international etablieren.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
ap 
Associated Press / Nachrichtenagentur

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  • Und wieder ein Fakebericht vom feinsten zu erwarten! Ja wir lassen uns alle verarschen. Jawohl wir glauben alles. Jawohl wir werden für euch hackeln bis zum umfallen.

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