Stimmung am Markt eher zurückhaltend
Dollarschwäche hilft Gold auf die Sprünge

Der leichte Schwächeanfall des Dollar hat am Dienstag dem Goldpreis etwas Auftrieb gegeben. Asiatische Notenbanken haben nach Aussage von Händlern ihre Währungsreserven umgeschichtet und dabei Dollarbestände abgebaut. Das half dem Euro wieder über die Marke von 1,35 Dollar und dem Gold zu einem Plus von zuletzt einem halben Prozent auf 658 Dollar je Feinunze.

HB FRANKFURT. Da Gold in Dollar gehandelt wird, wird das Edelmetall für Anleger bei sinkendem Dollarkurs günstiger. Dies wiederum treibt die Nachfrage und damit auch dem Goldpreis nach oben.

Dagegen war Kupfer weniger gefragt - trotz eines möglicherweise bevorstehenden Streiks bei dem weltgrößten Kupferproduzenten, dem chilenischen Staatskonzern Codelco. Der Preis für das Basismetall fiel um 0,7 Prozent auf 7 235 Dollar je Tonne. Sollte Codelco nicht bessere Arbeitsbedingungen bieten, würden die Arbeiter am 8. Juni ihre Arbeit niederlegen, sagten Gewerkschafter. Aus chilenischen Kupferhütten stammt gut ein Drittel des weltweit verbrauchten Kupfers. Damit ist das lateinamerikanische Land der größte Kupferhersteller der Welt.

Die Stimmung am Markt war eher zurückhaltend. Die Anleger warten auf zahlreiche Konjunkturdaten, die im Laufe der Woche anstehen. Neben den wöchentlichen Rohöl-Lagerbestandsdaten der USA am Donnerstag werden unter anderem die aktuellen Daten zum US-Bruttoinlandsprodukt im ersten Quartal, der ISM-Index und US-Arbeitsmarktdaten veröffentlicht. Sollten diese Daten neue Erkenntnisse über die Lage der US-Wirtschaft bringen, könnte das den Dollar bewegen und damit auch die Notierungen an den Rohstoffbörsen, sagten Händler. Der Reuters-Rohstoffindex startete leicht im Minus mit 313 Punkten in den Handel.

Auch der Ölpreis geriet nach einem kurzen Sprung über die Marke von 70 Dollar wieder etwas unter Druck. Zuletzt notierte ein Fass der Nordseesorte Brent ein halbes Prozent niedriger bei 69,26 Dollar. Leichtes US-Rohöl der Marke WTI - das zunehmend seinen Status als Richtmarke für den Markt verliert - kostete 64,27 Dollar, ein Minus von gut eineinhalb Prozent. Zurzeit gebe es wenige Auslöser für einen weiteren Anstieg des Ölpreises, sagte ein Analyst. Doch die anhaltenden Unruhen in Nigeria und die gerade begonnene Feriensaison in den USA sicherten den Preis nach unten ab.

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