"Stimmung gedreht": Ölpreise steigen trotz günstiger US-Lagerbestände

"Stimmung gedreht"
Ölpreise steigen trotz günstiger US-Lagerbestände

dpa-afx NEW YORK/LONDON. Die Ölpreise haben am Donnerstag auf günstige US-Lagerbestände nur kurzzeitig mit Verlusten reagiert. An der New Yorker Warenterminbörse Nymex stieg der Ölpreis für ein Barrel der Sorte WTI bis 19.50 Uhr um acht Cent auf 63,50 Dollar. Nach Veröffentlichung der Daten war der US-Ölpreis zeitweise bis auf 62,60 gefallen. Ein Barrel der Nordseesorte Brent stieg am Abend um 16 Cent auf 61,84 Dollar.

Die Rohölbestände waren nach Angaben des Energieministeriums in der vergangenen Woche um eine Million Barrel (je 159 Liter) auf 321,6 Mill. Barrel gesunken. Vor allem auf der Produktseite hätten sie sich die Lagerbestände aber deutlich besser als erwartet entwickelt, schreibt Rohsoffexpertin Sandra Ebner von der Dekabank. Die Bestände an Benzin legten hingegen um 1,4 Mill. Barrel auf 204,3 Mill. Barrel zu. Bei Destillaten (Heizöl, Diesel) wurde ein Anstieg um 2,1 Mill. Barrel auf 128,9 Mill. Barrel verzeichnet. Die Experten hatten zuvor jedoch mit einem wesentlich geringeren Anstieg gerechnet.

Die Preisreaktion ein deutliches Zeichen dafür, dass die Stimmung am Ölmarkt sich deutlich gedreht hat, schreibt Ebner. Vor einigen Wochen hätten die Daten zu deutlichen Kursrückschlägen geführt. Zum Jahresbeginn habe die Schwächephase am Ölmarkt ein vorläufiges Ende gefunden. Der psychologische Effekt des Streits zwischen Russland und der Ukraine sei "keineswegs vernachlässigbar". Zudem habe der Iran mehrfach verlautbart, dass man eine Senkung der Förderquoten auf dem nächsten Opec-Treffen Ende Januar anstrebt.

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