Studie: Jeder Dritte wünscht sich D-Mark zurück

Studie
Jeder Dritte wünscht sich D-Mark zurück

Der Zuspruch für den Euro ist gesunken. Gleichzeitig wünscht sich ein Drittel der Deutschen die D-Mark zurück. In Italien oder den Niederlanden ist der Zuspruch für die Gemeinschaftswährung deutlich höher.
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NürnbergDie Zahl der Deutschen, die sich die D-Mark zurückwünschen, ist im vergangenen Jahr um acht Prozentpunkte gesunken. Dennoch würden 35 Prozent lieber mit der D-Mark als mit Euro bezahlen, wie eine am Freitag veröffentlichte, repräsentative Studie des Nürnberger GfK-Vereins ermittelte.

In anderen Ländern wie Italien (75 Prozent) oder den Niederlanden (80 Prozent) ist der Zuspruch zum Euro deutlich höher. In Griechenland nahm der Anteil der Anhänger binnen Jahresfrist ab, von 81 auf 76 Prozent. In den Nicht-Euro-Ländern Polen und Schweden wünscht sich mit zehn beziehungsweise sieben Prozent nur noch eine absolute Minderheit die Gemeinschaftswährung.

Das Krisenmanagement ihrer Regierung beurteilten die Bürger der elf befragten Länder mancherorts etwas besser als im Vorjahr. Doch in Deutschland etwa sind noch immer 44 Prozent der Meinung, dass die schwarz-gelbe Koalition bei diesem Thema versagt (2012: 63 Prozent). Nur 17 Prozent finden den Umgang mit der Krise gut (2012: 8 Prozent).

Signifikant verbessert hat sich der Studie zufolge die Einstellung zur italienischen Regierung: Verteilten 2012 noch drei Viertel der Italiener schlechte Noten, ist es heute nur noch gut die Hälfte. Für die Studie hatte der GfK-Verein im Oktober und November rund 11 000 über 14-Jährige in zehn europäischen Ländern und den USA befragt.

Kommentare zu " Studie: Jeder Dritte wünscht sich D-Mark zurück"

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  • Von diesen 35 % sind mindestens 70/80% Beamte. Denen ist es doch egal in welcher Waehrung sie ihre Allimente erhalten.

  • Tomm, wer als Deutscher klug ist, und was auf der sogenannten hohen Kante hat, hat Devisen irgendwo, irgendwie. Das halte ich zur Zeit für vernünftig. Damit ist man auf alle Fälle gut vorbereitet.

  • Na, so weit kann es mit dem Einkommen und der Intelligenz ja nicht her sein. Wenn Intelligenz in Relation zum Einkommen gesetzt wird...erst denken, dann sprechen. Diese Reihenfolge hat, btw, etwas mit guten Manieren zu tun...die gibt's umsonst, sofern man denn will.

  • In meinem Freundes-und Bekanntenkreis wünscht sich jeder, ausnahmslos jeder, die D-Mark zurück. Da es sich aber um Leute handelt, die allesamt einen "down-to-earth-Lebenstil" führen und nicht um Träumer, reicht den meisten schon die Einführung des Nord oder Südeuro.

  • .....uns so möchte ich auch ein paar Takte zu diesem Thema hier sagen. Ob DM oder Euro, findet doch die neue Währung keinen Grund. Sie schwimmt und gehört somit nicht zu den Währungen die auf stabilen Füßen steht. Und darum wird dieser Zustand so bleiben. Warum? Nun, es ist unmöglich die verschiedenen Kulturen mit ihren Lebensgewohnheiten, ihrem Denken und Handeln unter einen Hut zu bringen. Was ist die Folge? Es wird weiter gewurschelt wie bisher. Die Schwachen müssen weiter unterstützt werden. Und selbst bei den starken Ländern, wie Frankreich, sieht es auch nicht gut aus. Es kann sein, daß Frankreich auch bald zu den zu unterstützenden Ländern gehört. Und was ist dann? Das Aus? Vielleicht. Und dann? Ja dann stehen wir am Ende des Weges.
    Ich möchte nur das Beispiel Schweden erwähnen, dem ich seit 60 Jahren zugehöre. Die Schweden haben ihre Krone, und sind damit glücklich und zufrieden. Sie denken überhaupt nicht daran, dem Euro beizutreten. Auch unter noch so günstigen Verhältnissen. Und? Ihre Währung ist stabil, die Börsen schwärmen von der Krone Schwedens und Norwegens und empfehlen dem Anleger die Währungen zu kaufen bzw. die permanente Stabilität dieser Währungen zu verfolgen und im Zweifelsfall dort die Zuflucht zu finden.
    Die Wirtschaft in Schweden ist auf der Höhe der Zeit. Die Banken stehen stabil im Wind. Der Haushalt ist auch weitestgehend in Ordnung. Was soll noch geschehen? Garnichts. Alles so lassen wie es ist. Ja, geht doch also. Die eigene Währung lassen wie sie ist. Umrechnung? Doch kein Problem. Bedeutet für uns, im Zweifelsfalle für die DM zu sein. Davor wurde auch gelebt, exportiert, waren Exportweltmeister. Aber das zurückgewandte Denken ist vorbei. Wir müssen dieses fürchterliche Hick-Hak weiter machen. Es führt nur zu keinem Ergebnis. Ich bin abgrundtief mißtrauisch, daß dieser Laden Europa je auf stabilen Füßen stehen wird. Es kann nicht sein, siehe oben.

  • Mit dem Euro wurde der Deutsche Souverän betrogen und
    abgezockt.
    Kurs 1:1,95583 war eine Währungsreform und Vermögens-
    vernichtung für die normalen Bürger, die nicht wie die Vorstände und die Politkaste ihre Einkommen vervielfachen
    konnten.
    Seit 2000 sind die Einkommen der Bürger nur MINIMAL gestiegen. Wer erzählt, dass der Euro strabiler ist als
    die DM, der lügt und verkauft den Bürger als doofen Penner.

  • @ Schuischel
    Es hat nichts mit dem Namen der Währung zu tun, sondern mit ihrer HÄRTE und ihrer KAUFKRAFT.
    Die Deutsche Mark war über jahrzehnte eine harte, bewärte Währung, mit welcher man gut über die Runden kam.
    Mit dem (T)Euro sieht das völlig anders aus, dass ist mal Fakt!
    Also wenns nicht an der Währung liegt, wer zockt dann den großen Kaufkraftverlust der Deutschen für sich ab???
    Nennen Sie hier „Reiter und Roß“!

  • "Zitat: "Was denken Sie, was die Rohstoffpreise erst machen, wenn die Weltwirtschaft brummt und läuft?"

    Sie würden steigen, aber was hat das mit dem Namen der Währung zu tun? Es ist doch egal, ob die Preise in Yen, Dollar oder Euro steigen und es ist egal ob ein Land in Pfund, Zloty oder Krone seine Schulden nicht mehr bezahlen kann. Für mich sind unterschiedliche Währungen auf der Welt einfach nur lästig und kosten Geld."

    So viel Dummheit gehört einfach bestraft...

  • Der Nürnberger GfK-Verein, von dem diese Verlautbarung kommt, wird fast ausschließlich von Firmen getragen.
    Firmen sind die Hauptprofiteure des Euro.
    Mehr braucht man zur Bewertung dieser Statistik nicht zu sagen.
    Für die deutschen Bürger hat die Einführung des Euro zu einem wesentlichen Kaufkraft- und Vermögensverlust geführt.
    Je länger der Spuk dauert, um so schlimmer wird es kommen.
    Sorge macht mir die ´Tatsache, daß Revolutionen in Frankreich oder Italien eher als Operetten verlaufen.

  • „Gleichzeitig wünscht sich ein Drittel der Deutschen die D-Mark zurück.“
    ---
    Diese Aussage halte ich für ein Gerücht.
    Die Zustimmung zur Deutschen Mark liegt im Volk weitaus höher.
    Lasst die Deutschen in einem Referendum über die Wiedereinführung der DEM oder Beibehaltung des Euros abstimmen, wenn Ihr in Berlin und in euren Verlagen Mumm und Eier in der Hose habt!
    Ihr traut euch dass aber nicht, weil diese Volksabstimmung gegen eure Interessen ausgehen würde.
    Der Euro ist eure Staatsrason, deshalb wird den Lesern immer wieder eingetrichtert, dass eine Rückkehr zur Deutschen Mark Massenarbeitslosigkeit und Exportverlust bedeuten würde, was natürlich völliger Unsinn ist.
    Der Euro ist gescheitert, dient wenigen und schadet der Allgemeinheit durch massive Kaufkraftverluste und Teuerung.
    Zu Fall bringen können nur die Bürger dieses System, solange diese weiterhin die Füße stillhalten, wird sich nichts zum Positiven verändern.
    Politik und Medien fahren dann den Pro-Euro-Kurs bis hin zu Staatsbankrotten weiter!

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