Suche nach Sicherheit
Besorgte Anleger kaufen japanische Yen

Der enorme Anstieg der Staatsverschuldung in den USA sowie die Unicherheit nach den jüngsten Anschlägen in Bombay stützen den Yen. Japanische Lebensversicherer, die ihr Geld in die Heimat zurückholen, treiben den Kurs der Heimatwährung zusätzlich.

HB TOKIO. Investoren an den Devisenmärkten haben am Donnerstag auf Sicherheit gesetzt und sich mit Yen eingedeckt. "Es gibt wachsende Sorgen über Risiken für den Dollar, und deshalb wird der Yen zunehmend als sicherer Hafen gewählt", sagte Währungsstratege Lee Hardman von BTM-UFJ. Die wegen des niedrigen Leitzinses in Japan als risikoarme Anlage geltende Währung legte gegenüber Dollar und Euro leicht zu. Analysten befürchten auf mittlere Sicht eine Schwächung des Dollar als Folge der sehr expansiven US-Fiskalpolitik. Wegen zahlreicher Konjunktur- und Bankenrettungsprogramme wächst die Verschuldung der USA derzeit kräftig an.

Zur Unsicherheit an den Märkten trugen Händlern zufolge auch die Anschläge in der indischen Wirtschaftsmetropole Bombay bei, die mindestens 100 Menschen das Leben kosteten. In Indien wurden die Märkte geschlossen, aber Analysten erwarten eine weitere Belastung für die Rupie. Die indische Währung war zuletzt wegen des Abflusses von Anlagen aus aller Welt unter Druck geraten.

Der Yen legte im Handelsverlauf auf bis zu 95,70 Yen zu. Der Euro fiel auf bis zu 122,46 Yen. Händlern zufolge wurde die japanische Währung zudem davon gestützt, dass Lebensversicherer Gelder aus dem Ausland nach Japan zurückführen.

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