Teilweise unter 1,20 Dollar
Eurokurs markiert neues Sechs-Wochen-Tief

Der Kurs des Euro ist am Donnerstag zeitweise unter die psychologisch wichtige Marke von 1,20 Dollar gesackt. Am Nachmittag erholte sich die europäische Gemeinschaftswährung bis auf 1,2051 Dollar. Zuletzt hatte der Euro am 18. Juni weniger als 1,20 Dollar gekostet.

HB FRANKFURT. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,2026 (Mittwoch: 1,2034) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8315 (0,8310) Euro. „Die Abwärtsbewegung des Euro ist noch nicht gestoppt“, sagte Devisenexperte Rainer Sartoris von HSBC Trinkaus & Burkhardt. Der Konjunkturoptimismus für die USA bleibe die Triebfeder für den Dollar. US-Notenbankpräsident Alan Greenspan habe den Finanzmärkten klare Signale für weitere Zinserhöhungen gegeben. Die Aussagen von Währungshütern aus der Eurozone deuteten hingegen eher auf eine Geradeausfahrt mit unverändertem Leitzins hin. „Das Zinsgefälle wird sich damit weiter verringern“, sagte Sartoris. Derzeit ist der Leitzins in der Eurozone 0,75 Prozentpunkte höher als in den USA mit 1,25 Prozent.

Auch Devisenexperte Carsten Fritsch von der Commerzbank macht den Konjunkturoptimismus für die Dollarstärke verantwortlich. Die schwächeren Auftragseingänge und der „eher nüchterne“ Konjunkturbericht der US-Notenbank (Beige Book) hätten in jüngster Zeit dem neuen Optimismus und der damit verbundenen Dollarstärke keinen Abbruch getan.

Auch zum Yen zeigt der Dollar weiter Stärke. Nach enttäuschenden japanischen Konjunkturdaten kletterte der Dollar erstmals seit zwei Monaten wieder über 112 Yen. In Japan war die Industrieproduktion im Juni überraschend stark gefallen.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,6630 (0,6617) britische Pfund, 135,00 (134,15) japanische Yen und 1,5393 (1,5360) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London unverändert mit 387,30 Dollar festgesetzt. Der Kilobarren kostete 10 425 Euro (Vortag: 10 355).

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