Teures Juwel
Ein Traum in Pink

Er wiegt fast doppelt so viel und kostet das Zweifache wie der bisherige Rekordhalter: Für knapp 62 Millionen Euro versteigerte das Auktionshaus Sotheby's den Diamanten „Pink Star“. Was seinen Reiz ausmacht.
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„Diamonds are a girl’s best friend“ einst Marilyn Monroe. Doch der teuerste Stein der Welt ziert nicht den Finger einer Diva. Ein Diamantenschleifer aus New York, Isaac Wolf, bekam am Mittwochabend für 61,9 Millionen Euro im Genfer Auktionshaus Sotheby's den Zuschlag für einen außergewöhnlich großen „Pink Star“.

Noch nie wurde nach Angaben des Auktionshauses bei einer Versteigerung so viel für einen Edelstein gezahlt. Der Schätzwert des 59,60 Karat schweren Juwels lag mit 44,4 Millionen Euro deutlich unter dem Kaufpreis.

Fünf Minuten lang dauerte die Versteigerung, bei der sich Wolf in einem Genfer Luxushotel von einem Mittelsmann vertreten ließ. Er setzte sich gegen drei Konkurrenten durch und benannte den Diamanten gleich um. Statt „Pink Star“ heißt er nun „Der pinke Traum“.

Der bisher teuerste Diamant, der jemals versteigert wurde, war laut Sotheby's der 24,8 Karat schwere „Graff Pink“, der 2010 in Genf für 34,2 Millionen Euro über die Theke ging. Dieser war mit 24,78 Karat etwa halb so groß wie der neue Rekordhalter.

Pinkfarbene Diamanten sind sehr selten – und entsprechend teuer. Rund 50 Mal so viel wie ein weißer Diamant kostet sein pinker Verwandter. In kleinen Mengen werden die Edelklunker in Brasilien, Indonesien und Tansania gefunden. Der Großteil von ihnen kommt jedoch aus einer einzigen Mine, der Argyle-Mine in Australien. So auch der „Pink Star“. 1999 wurde er von dort gefördert.

Die Mine gilt als der weltgrößte Förderer von farbigen Diamanten und wurde erst Ende der Siebziger Jahre entdeckt. Neben pinken finden sich dort auch champagner- und cognacfarbene Steinchen, sowie die kostbaren blauen Diamanten.

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