Tropensturm Gustav hält Ölmarkt auf Trab
US-Ölpreis steigt weiter Richtung 120-Dollar-Marke

Der Tropensturm am Golf von Mexiko hat den US-Ölpreis am Donnerstag wieder steigen lassen. Ein Barrel (159 Liter) der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im Oktober kostete 119,17 Dollar und damit 1,02 Dollar mehr als zum Handelsschluss am Vortag.

dpa NEW YORK/LONDON/WIEN. Ein Barrel der Nordseesorte Brent zur Oktober-Lieferung wurde zuletzt mit 117,18 Dollar gehandelt. Das waren 95 Cent mehr als am Mittwoch. "Der Tropensturm Gustav hält den Ölmarkt weiter in Atem", begründen die Experten der Commerzbank den jüngsten Anstieg. Der Sturm dürfte sich zu einem Hurrikan der Stufe drei entwickeln und am Wochenende die ölreiche Region im Golf von Mexiko erreichen. Auch könnte "Gustav" in den nächsten Tagen die US-Küste bei Louisiana erreichen, wo sich ein Großteil der amerikanischen Öl- und Gasförderung befindet. Zahlreiche Ölgesellschaften haben bereits mit der Evakuierung ihrer Öl-Plattformen begonnen.

Auch der wieder etwas schwächere US-Dollar habe die Ölpreise zuletzt beflügelt, hieß es. Insgesamt dürften das Risiko von Lieferunterbrechungen und die anhaltenden Spannungen zwischen dem Westen und Russland für weiter steigende Ölpreise sorgen. Ein Überwinden der Marke von 120 Dollar sei in den kommenden Tagen wahrscheinlich, schätzen die Commerzbank-Experten.

Der Preis für Rohöl der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) ist am Mittwoch auf 111,79 Dollar je Barrel gestiegen. Das waren 1,28 Dollar mehr als am Vortag, teilte das OPEC-Sekretariat am Donnerstag mit. Die OPEC berechnet ihren täglichen Durchschnittspreis auf der Basis von 13 wichtigen Sorten des Kartells.

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