Tropensturm
„Rita“ treibt US-Energiepreise an

Die Angst vor den möglichen Auswirkungen des Tropensturms Rita, der sich auf „Florida Keys“ zubewegt und bald Hurrikan-Stärke erreichen dürfte, hat die amerikanischen Energiepreise massiv in die Höhe getrieben.

HB NEW YORK. Ölmarktexperten sahen Bohrinseln und andere Öl- und Erdgasinstallationen im Golf von Mexiko sowie zahlreiche Raffinerien von Texas bis Louisiana in Gefahr.

Rohöl zur Oktoberauslieferung schoss am New Yorker Warenterminmarkt um sieben Prozent auf 67,39 Dollar je Barrel in die Höhe. Damit lag der Ölpreis nur noch um knapp fünf Prozent unter seinem während Hurrikan „Katrina“ verbuchten Rekordniveau von 70,85 Dollar. Benzin und Erdgas verteuerten sich in New York sogar jeweils um 14 Prozent und Heizöl um elf Prozent.

Nach Angaben der zuständigen US-Aufsichtsbehörde MMS waren am Montag insgesamt 88 Ölplattformen und Bohrinseln im Golf von Mexiko evakuiert. Einige Ölkonzerne hatten am Montag mit der Evakuierung von Installationen im Golf von Mexiko begonnen, die im wahrscheinlichen Einzugsgebiet von „Rita“ liegen könnten.

Es waren noch 55,84 Prozent der gesamten Ölförderung im Golf von Mexiko und 33,75 Prozent der Erdgasproduktion durch Hurrikan „Katrina“ außer Gefecht. Bisher sind nach Angaben der Behörde 547,5 Millionen Barrels Öl im Golf von Mexiko ausgefallen oder rund 4,5 Prozent der gesamten Jahresproduktion in dem wichtigsten US- Fördergebiet. Es befinden sich durch die Folgeerscheinungen „Katrinas“ auch noch vier große Raffinerien an der Küste des Golfs von Mexiko mit rund fünf Prozent der amerikanischen Gesamtkapazität außer Betrieb.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%