Trotz Griechen-Zustimmung
Euro rutscht unter 1,10 Dollar

Das griechische Parlament hat den harten Sparauflagen der Euro-Partner zugestimmt. Die EZB hat daraufhin angekündigt, die Ela-Notkredite für griechische Banken zu erhöhen. Der Euro geht deswegen weiter in die Knie.
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FrankfurtDer Euro hat am Donnerstag weiter an Boden verloren. Am späten Nachmittag wurde die Gemeinschaftswährung mit 1,0905 US-Dollar gehandelt, nachdem sie zuvor bis auf 1,0856 Dollar gefallen war. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs gegen Mittag auf 1,0867 (Mittwoch: 1,1009) Dollar festgelegt. Der Dollar kostete damit 0,9202 (0,9084) Euro.

Wie von Ökonomen erwartet, hatte die Zinsentscheidung der EZB am Donnerstag kaum eine Wirkung auf den Eurokurs. Die EZB ließ die Leitzinsen unverändert und überraschte damit nicht. Nach der Pressekonferenz zu der Entscheidung legte der Euro allerdings etwas zu, nachdem EZB-Präsident Mario Draghi angekündigt hatte, dass die Ela-Nothilfen („Emergency Liquidity Assistance“) für die griechischen Banken angehoben werden. Zuvor hatte es Meldungen gegeben, die darauf hinwiesen, dass es vorerst keine Anhebung geben könnte.

Das grüne Licht des griechischen Parlaments zum aktuellen Spar- und Reformprogramm in der Nacht zum Donnerstag konnte den Euro nicht stützen. Im Gegenteil: Zwischenzeitlich fiel die Gemeinschaftswährung im Tagesverlauf unter die Marke von 1,09 und erreichte ihren tiefsten Stand seit Ende Mai. Fachleuchte begründeten das mit der Aussicht auf baldige Zinsanhebungen durch die US-Notenbank Fed. Entsprechend legte der Dollar zu vielen Währungen weiter zu.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,6981 (0,7045) britische Pfund, 134,90 (135,95) japanische Yen und 1,0407 (1,0439) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1144,40 (1147,40) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 33 160,00 (33 110,00) Euro.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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