Trotz Konjunkturschwäche
Ölpreise verharren auf hohem Niveau

Die Preise bleiben ungeachtet der trüben Wirtschaftsdaten vorerst hoch. Grund ist die Hoffnung der Anleger auf Hilfen der Notenbanken. Ein Fass der Sorte Brent kostet am Montag 114,87 Dollar.
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FrankfurtÖl bleibt vorerst teuer - trotz der weltweit schwächelnden Konjunktur. Denn die enttäuschenden Wirtschaftsdaten zuletzt aus China und den USA schüren bei den meisten Anlegern die Spekulationen auf Stützungsmaßnahmen der Notenbanken. Somit verteuerte sich ein Fass (159 Liter) Nordseeöl der Sorte Brent am Montag um 0,6 Prozent auf 114,87 Dollar, US-Leichtöl der Sorte WTI kostete mit 96,48 Dollar etwa so viel wie am Freitag.

Händler erwarten, dass die US-Notenbank in dieser Woche ein drittes Anleihe-Kauf-Programm (QE3) verkünden wird. Die am Freitag veröffentlichten enttäuschenden Arbeitsmarktdaten für August hätten jedenfalls die Wahrscheinlichkeit einer solchen weiteren Lockerung der US-Geldpolitik erhöht, erklärten Händler.

Auch schwache Daten aus China wurden als Signal für mögliche Stützungsmaßnahmen interpretiert. China hatte im August 12,5 Prozent weniger Rohöl importiert als im Vorjahr. Das entspricht dem niedrigsten Stand seit Oktober 2010. Wie Chinas Statistiker am Wochenende weiter mitteilten, zeigte die Industrie der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft im August überraschend deutliche Schwächen. Erst am Freitag hatte Chinas Regierung ein Infrastrukturprogramm angekündigt.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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