Trotz Krisen
Warum der Ölpreis fällt

Kämpfe in Nahost, Isis-Rebellen plündern ein Chemiewaffenlager im Irak und die Lage in der Ukraine bleibt kritisch. Trotzdem steigt der Ölpreis nicht – er fällt sogar seit einigen Wochen. Die Hintergründe.
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DüsseldorfKrisen und Kriege befeuern in der Regel den Ölpreis. In der Regel. Diesmal befindet sich der Ölpreis jedoch seit Wochen auf Talfahrt – trotz Isis-Offensive im Irak, dem Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern und den Kämpfen in der Ukraine. Der Preis für ein Barrel der Sorte Brent ist innerhalb der vergangenen Wochen von über 115 US-Dollar auf 106,50 gefallen.

„Viele spekulativ orientierte Investoren haben darauf gewettet, dass die Lage im Irak weiter eskaliert, haben nun aber ihre spekulativen Geschäfte wieder zurückgefahren“, erklärt Rohstoffanalyst Frank Klumpp von der LBBW.

Auch Jonathan Barratt, Chief Investment Officer bei Ayers Alliance Securities in Sydney, sieht dies so: „Im Irak gibt es nichts Neues. Und den Investoren wird klar, dass es keine größeren Beeinträchtigungen beim Angebot geben wird.“

Aus Sicht der Anleger hat sich die Situation etwas entspannt, was man auch am fallenden Ölpreis ablesen kann. Die Kämpfe im Irak haben sich zudem nicht weiter in den Süden ausgedehnt, wo sich mehr als drei Viertel der Ölförderkapazitäten des Landes befinden. Die Ölproduktion im Irak ist im Juni nur leicht zurückgegangen. Sie betrug 3,16 Millionen Barrel am Tag, nach 3,3 Millionen Barrel im Mai, geht aus dem am Donnerstag in Wien veröffentlichten Monatsbericht der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) hervor.

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„Die Welt schwimmt schon im Öl“

Kommentare zu " Trotz Krisen: Warum der Ölpreis fällt"

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  • Ich weiß nicht genau woran es liegt, ist es einfach nur eine Leseschwäche oder meinen manche Menschen einfach unter jedem Artikel ihre unqualifizierten Statements abgeben zu müssen?

    In dem Artikel geht es ganz klar um die KURZFRISTIGE, aktuelle Entwicklung des Ölpreises. Nicht um irgendwelche Langfristtrend seit 2005. Wenn Sie die schon zur Rate ziehen, dann sollten Sie auch erwähnen das der Ölpreis im Jahr 2008 bei ca. 150 Dollar lag, dann könnte man auch zu heute von einem massiven Preisverfall von fast 50% sprechen.

    Also nochmal: Im Artikel geht es um die Entwicklung des Ölpreises in den letzten Wochen im Hinblick auf die aktuellen Krisen. Sie können sich im Netz die entsprechenden Preischarts anschauen. So einfach ist das.

  • Seit 2005 ist der Rohoelpreis von 35 $ auf 108 $ in 2013 gestiegen. Von Rückgang kann nicht die Rede sein im Gegenteil in 5 Jahren kostet Rohoel 140 $ und der Liter Benzin an der Tankstelle wie von den Grünen prophezeit bei 5 € der Liter.

  • Naja, an der Tanke sehen wir nichts von fallenden Preisen.
    Der Benzinpreis steigt... wenn der Ölpreis sinkt oder stabil bleibt - wird die Marge der Mineralölkonzerne und der Steuergewinn des Staates wohl größer.

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