Trotz Schuldenkrise
Euro legt überraschend kräftig zu

Griechenland steht vor der Pleite. Spanien muss einen hohen Preis für neue Anleihen zahlen. Davon unbeeindruckt legt der Euro deutlich zu - auch dank Bundeskanzlerin Merkel.
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DüsseldorfNeue Hoffnungen auf eine Einigung im Streit um weitere Griechenland-Hilfen haben dem Euro am Donnerstag Auftrieb gegeben. Die Gemeinschaftswährung verteuerte sich auf ein Vier-Wochen-Hoch von 1,4486 Dollar und lag damit rund 1,5 US-Cent über dem Niveau des New Yorker Vortagesschlusses.

Einem griechischen Regierungsvertreter zufolge will die Regierung in Athen bei ihren Bemühungen zur Sanierung des Staatshaushaltes noch einmal nachlegen. Geplant seien unter anderem Steuererhöhung und die Streichung von Ausnahme-Regelungen. Darüber hinaus erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters aus Kreisen, dass die "Troika" aus Europäischer Union, Europäischer Zentralbank und Internationalem Währungsfonds ihren Bericht zum Fortschritt der griechischen Sparbemühungen am Freitag vorlegen will. Ein positives Votum gilt als Voraussetzung für die Auszahlung der nächsten Tranche an Hilfskrediten.

"Was immer die Troika beschließt, wird dem Euro zu einer kurzfristigen Erleichterungsrally verhelfen", sagte Chef-Finanzmarkt-Strategin Lena Komileva vom Finanzdienstleister Brown Brothers Harriman. Allerdings müsse bei einem Sprung über die wichtige Marke von 1,45 Dollar mit Gewinnmitnahmen gerechnet werden. "Denn die systemischen Risiken der Euro-Zone sind immer noch vorhanden", fügte Komileva hinzu.

Unterstützung erhielt der Euro außerdem von der Platzierung spanischer Staatsanleihen im Gesamtvolumen von knapp vier Mrd. Euro. Die Durchschnittsrendite lag zwar deutlich höher als bei der vorangegangenen Auktion. Aber auch die Nachfrage war teilweise fast doppelt so hoch. Spanien habe bei dieser Platzierung unter anderem von der Aussicht auf eine Einigung im Streit um die Griechenland-Hilfen profitiert, sagte Volkswirt Jo Tomkins vom Research-Haus 4Cast.

Die spanischen zehnjährigen Papiere stiegen um 22 Ticks auf 101,55 Punkte. Im Gegenzug verringerten sich die Risiko-Aufschläge (Spreads) zu den entsprechenden Bundestiteln auf 233,2 Basispunkte. Der Bund-Future gab seine Anfangsgewinne wieder ab und notierte fünf Ticks schwächer bei 125,62 Zählern.

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  • Sobald der Sozialstaat pleite ist, kannst du und deine Brut einpacken.

  • Pedro, Du bist ein penetranter hirnloser Schwätzer. Bitte folge meiner Empfehlung von 21.58 Uhr. Und laß es Dir bitte egal sein. Danke !!

  • @Nazis und andere Euro-Hasser:

    Leute, ihr seid doch nur frustriert, weil der Euro seit 12 Jahren steigt und steigt und jetzt schon bei 1,45 US$ angelangt ist. Da ihr von den USA gehirngewaschen seid, ärgert euch der Erfolg des Euro, denn ihr habt ja auf den Dollar gesetzt.

    Pech für euch!

    Ihr glaubt, weil ihr nichts habt, könnt ihr nichts verlieren. Da täuscht ihr euch. Ihr bekommt euer Hartz4 nur solange es dem Euro gut geht. Also drückt dem Euro lieber die Daumen, sonst beißt ihr ins Gras.

    Mir könnte es ja egal sein. Aber für euch sehe ich irgend wie keine Zukunft.

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