Über 1,22 Dollar
Euro ist nicht zu bremsen

Der Euro hat auch am Montag seinen Höhenflug fortgesetzt und ist bereits im frühen europäischen Handel auf ein neues Allzeithoch geklettert.

HB FRANKFURT. Er stieg bis auf 1,2208 Dollar und damit so hoch wie noch nie seit seiner Einführung an den Finanzmärkten zum 1. Januar 1999. Händler halten es für möglich, dass der Euro noch bis auf 1,2250 Dollar steigen wird. Die Aktienmärkte reagierten europaweit mit Kursverlusten auf den Kursanstieg der Gemeinschaftswährung. Ein hoher Euro-Kurs erschwert die Wettbewerbschancen europäischer Unternehmen im Dollar-Währungsraum.

Händler begründeten den Kursanstieg weiterhin mit der Schwäche der US-Währung, die am Freitag nach Enttäuschung über die Entwicklung am US-Arbeitsmarkt wieder verstärkt unter Druck geraten war. „An den Märkten herrscht die Angst vor, dass die wirtschaftliche Entwicklung nicht halten wird, was die Daten in den vergangenen Wochen versprochen haben. Und die Arbeitsmarktdaten scheinen genau darauf hinzudeuten“, erklärte ein Händler in Frankfurt.

Die Devisenexperten erwarteten eine Fortsetzung des Aufwärtstrends der Gemeinschaftswährung, warnten zugleich aber vor Übertreibungen. „Die Luft wird hier oben dünn, eine kurz- oder mittelfristige Korrektur ist nicht auszuschließen“, erklärte Uwe Janz, Leiter Devisenhandel bei M.M. Warburg. Der schwache US-Arbeitsmarktbericht werde angesichts der „dollarnegativen Stimmung noch nachwirken“, erwartet auch die Commerzbank. Die Analysten von HelabaTrust sehen einen Anstieg des Euro bis auf 1,2220 Dollar, Janz sogar bis auf 1,2250 Dollar.

Weiterhin sprachen die meisten Händler von einer Dollar-Schwäche, die aus den Doppeldefiziten im Staatshaushalt und der US-Leistungsbilanz, der Angst vor protektionistischen Tendenz der US-Handelspolitik und Zweifel an der wirtschaftlichen Entwicklung in den USA genährt werde. Vor allem die Enttäuschung über den Arbeitsmarktbericht am Freitag hatte die jüngste Verkaufwelle im Dollar ausgelöst. So war die Zahl der Beschäftigten im November in den USA um 57 000 gestiegen und damit deutlich weniger als Analysten erwartet hatten.

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