Über 540 Dollar
Märkte sind vom Gold berauscht

Gold hat sich zum Wochenbeginn weiterhin grosser Nachfrage erfreut und gestützt durch rege Käufe aus Japan zeitweise über 540 Dollar je Feinunze notiert. Händler sprachen von einem eigentlichen Goldfieber, dass auch andere Edelmetalle auf neue Rekordwerte getrieben habe.

HB LONDON/ZÜRICH. „Einige der US-Fonds nehmen Gewinne mit, aber die Japaner kaufen weiter“, sagte Jeremy East, Edelmetall-Verantwortlicher bei der Commerzbank. Den steilen Preisanstieg seit Mitte November führen Experten auf Fondskäufe aus Japan zurück. Zunehmend mache sich aber auch eine gewisse Unsicherheit breit.

„Ich glaube, dass nicht viele Leute verstehen, was eigentlich passiert - auch nicht in Japan. Irgendwann wird das ein Ende haben, die Frage ist nur wann,“ so Edelmetall-Analyst John Reade von UBS. „Wir sind momentan in einer Situation, wo fundamentale Analysen keine Rolle mehr spielen. Das hat den Anschein einer Blase“, sagte ein anderer Analyst.

Von den Experten wollte sich allerdings niemand darauf festlegen, ob die Spitze bereits erreicht ist. Gold hat im laufenden Jahr bereits über 20 Prozent zugelegt und mit dem Anstieg der vergangenen Tage den höchsten Stand seit über 24 Jahren erreicht.

Gegen Handelsschluss in Europa notierte Gold bei 537,40/538,20 Dollar nach 529,20/530,00 am Freitagabend. Das zweite Fixing in London erfolgte bei 536,50 Dollar nach 537,50 Dollar am Vormittag und 525,50 Dollar am Freitagnachmittag. Der Tages-Höchststand lag bei 540,90 Dollar.

Eine Schweizer Grossbank gab den Gold-Kilopreis mit 22.162/22.412 (22.041/22.292) sfr an.

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