Überangebot
Iran fordert Stopp des Ölpreisverfalls

Die Opec benötigt nach Ansicht des Irans bei der Verringerung des Rohöl-Überangebots die Unterstützung von Ländern, die nicht dem Förderkartell angehören. "Um aus dem derzeitigen Zustand herauszukommen, müssen wir das Überangebot am Markt beseitigen. Sobald der Markt ausgeglichen ist, werden wir erstrebenswerte Preise erzielen", sagte Opec-Gouverneur Mohammed Ali Khatibi am Samstag vor dem Treffen in der kommenden Woche.

HB TEHERAN. Die Opec-Staaten hätten dieser Politik bereits zugestimmt. Jetzt brauche man für diesen Kurs die Unterstützung der Nicht-Opec-Länder. Im nächsten Jahr dürfte die Öl-Nachfrage zudem "sehr schwach" bleiben, fügte der Opec-Gouverneur hinzu.

Die Rohstoff-Minister der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) kommen am 17. Dezember in der westalgerischen Stadt Oran zusammen. Experten gehen davon aus, dass das Kartell seine Förderung kräftig senken wird, um einen weiteren Preisrutsch beim Öl abzuwenden. Das Fass Öl hat sich seit dem Sommer um knapp 100 Dollar verbilligt. Opec-Präsident Chakib Khelil hatte bereits gesagt, dass zur Wiederherstellung des Gleichgewichts zwischen Angebot und Nachfrage eine deutliche Drosselung der Öl-Produktion nötig sei.

Als Reaktion auf den Ölpreisverfall hatte Russland angekündigt, enger mit der Opec zusammenarbeiten zu wollen. Das Land ist kein Mitglied der Opec, nimmt aber regelmäßig an ihren Treffen als Beobachter teil.

Der iranische Ölminister Gholamhossein Nozari sagte der Zeitung "Poul" (Samstagausgabe), dass der Ölpreis über 100 Dollar je Barrel liegen sollte. "Nach meiner Ansicht sollte der wahre Preis für jedes Barrel Öl über 100 Dollar betragen".

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