Ukraine: Auch russische Märkte von der Krise belastet

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Auch russische Märkte von der Krise belastet

Die Krise in der Ukraine belastet auch die russischen Märkte: Die Alarmbereitschaft russischer Truppen macht Investoren nervös. Die osteuropäischen Währungen stehen unter Druck. Und auch der Rubel verliert an Wert.
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Frankfurt/MoskauDie Krise in der Ukraine belastet auch die russischen Märkte. Der in Rubel dominierte MICEX-Index fiel um 1,7 Prozent auf 1444 Punkte, der in Dollar gehandelte RTS um 2,2 Prozent auf 1257 Zähler. Ein militärisches Eingreifen sei zwar unwahrscheinlich, sagte Analyst Oleg Dushin vom Brokerhaus Zerich. Aber die plötzliche Kampfbereitschaft russischer Truppen mache schon nervös. „Für die russischen Investoren ist die Lage auf der Krim eine der wichtigsten Themen.“ Russland hatte am Morgen als Reaktion auf die zunehmenden Spannungen auf der ukrainischen Halbinsel Kampfflugzeuge an seiner Westgrenze in Alarmbereitschaft versetzt.

Zu den größten Verlierern zählten die Aktien von Gazprom und des Kreditinstituts Sberbank, die je zwei Prozent einbüßten.

Unter Druck war am Devisenmarkt auch der Rubel. Gegenüber einem Dollar-Euro-Korb verlor er 0,5 Prozent. Zum Dollar notierte er ebenfalls schwächer, so dass sich ein Dollar um 0,5 Prozent auf 36,2190 Rubel verteuerte. „Der Druck auf den Rubel hat sich durch die Berichterstattung der westlichen Medien über eine mögliche militärische Intervention Russlands erhöht“, erklärte Analyst Dmitry Polewoy von der ING. „Wir glauben nicht, dass Russland ernsthaft diese Option erwägt. Nur wenn in den östlichen und südlichen Landesteilen russische Bürger umkommen, steigt die Wahrscheinlichkeit für ein solches Szenario.“

Auch die ukrainische Währung gab weiter nach: So kostete ein Dollar mit elf Hrywnia zehn Prozent mehr als am Vorabend. Seit Jahresbeginn belaufen sich die Verluste auf mehr als 25 Prozent. Der ungarische Forint gab um 0,5 Prozent nach, der polnische Zloty und die tschechische Krone verloren jeweils 0,4 Prozent. Sichere Häfen wie der Schweizer Franken oder der japanische Yen waren hingegen gesucht.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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