Um eine Million Barrel pro Tag
Opec hebt Fördergrenze erneut an

Die Organisation Erdöl exportierender Staaten (Opec) hat angesichts des anhaltend hohen Ölpreises ihre offizielle Fördergrenze ein weiteres Mal angehoben.

HB WIEN. Das Kartell sei sich einig, die Quote für die Ölförderung um eine Mill. Barrel pro Tag auf 27 Mill. Barrel pro Tag zu erhöhen, sagte ein Delegierter am Mittwoch am Rande des Treffens der Ölminister in Wien. Die tatsächliche Fördermenge der Opec-Länder liegt aber seit Monaten bereits bei rund 28 Mill. Barrel pro Tag und damit über der offiziellen Quote.

Mit der bewusst niedrig angesetzten Fördergrenze lässt sich das Kartell Spielraum für eine Drosselung der Förderung bei einem plötzlichen Preisverfall. Der Ölpreis gab kurz nach Bekanntwerden der Entscheidung etwas nach.

Für eine Anhebung des Förderlimits sprechen aus Sicht des Delegierten mehrere Gründe: Das Limit würde näher an die tatsächliche Förderung heranrücken, und die Märkte würden beruhigt und in ihrer Überzeugung bestärkt, dass es die Opec ernst meint mit ihrer Aussage, dass sie einen niedrigeren Ölpreis will. Schließlich würde eine Anhebung der Förderobergrenze auch eine spätere Senkung der Produktion erleichtern.

Wie der Delegierte eines Golfstaats weiter sagte, will sich die Opec zum nächste Mal im Dezember treffen, um die Marktlage zu erörtern. Er räumte ein, dass es gegenwärtig schwer sei, den Ölpreis zu senken. Die Marktlage sei gut, Angebot und Nachfrage befänden sich im Gleichgewicht.

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