Unions-Wirtschaftspolitiker fordern Freigabe der Ölreserven
Ölpreis fällt zeitweise unter 72 Dollar

Der Ölpreis ist trotz der Kämpfe im Libanon zeitweise unter 72 Dollar pro Barrel (159 Liter) gefallen. Am Donnerstag lag der Preis im Computerhandel an der New Yorker Rohstoffbörse bei 72,87 Dollar. Das ist etwas mehr als am Mittwoch, als der Preis zeitweise auf 71,65 Dollar zurückgefallen war.

HB HAMBURG/NEW YORK. Als Grund für die leichte Entspannung nannten Fachleute Lagerdaten aus den USA, wo die Vorräte an Öl und Fertigprodukten unerwartet gestiegen waren. Das hatte der Wochenbericht der US-Energiebehörde ergeben. Außerdem hat sich am Markt offenbar die Überzeugung breit gemacht, dass sich der Konflikt im Libanon nicht ausweiten wird.

Nach dem zeitweisen Anstieg des Rohölpreises haben Unionspolitiker eine neuerliche Freigabe der staatlichen Ölreserven gefordert, um damit Druck vom Markt zu nehmen. Der Vorsitzende der CSU-Mittelstandsvereinigung, Hans Michelbach, sagte laut „Bild“-Zeitung: „Angesichts der aktuellen Lage im Nahen Osten wäre es sinnvoll, die Ölreserven zu verkaufen, um die Preisspirale zu stoppen.“ Der CDU-Wirtschaftsexperte Eckhardt Rehberg forderte nach Angaben derselben Zeitung: „Einen Teil der Ölreserven sollte man freigeben, um die Preissteigerung einzudämmen.“

Zuvor hatte sich bereits der wirtschaftspolitische Sprecher der Unionsfraktion, Laurenz Meyer (CDU), für eine Freigabe der Ölreserven eingesetzt. Im vergangenen September hatte die damalige rot-grüne Bundesregierung Teile der nationalen Ölreserve freigegeben, um die Folgen der Hurrikanschäden in den USA auf den weltweiten Ölmarkt zu entschärfen. Auch andere westliche Regierungen verfuhren so.

Am vergangenen Freitag war in New York zeitweise ein Anstieg des Ölpreises bis auf 78,40 Dollar verzeichnet worden. Der Schlusskurs betrug dann 77,03 Dollar, was einem bisherigen Rekord entspricht.

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